B A S I N U S[1]

Bischof von Speyer[2], bezeugt von 762 bis um 781

Neun Bischöfe[3] und zwölf Grafen[4] bezeugen das am 13. August 762[5] in Trisgodros[6] villa puplica ausgestellte feierliche Diplom [7] des Königs Pippin mit seiner Frau Bertrada: Sie übertragen dem Kloster Prüm [8] , das sie auf der Grenze des Bidgaus und des Ardennengaus[9] gegründet haben[10], etliche Güter in verschiedenen pagi[11]; Pippin bestätigt auch frühere Schenkungen, stellt das Kloster unter seinen Schutz und erteilt ihm die freie Abtswahl[12]. Das signum Basini[13] episcopi[14] steht an vorletzter Stelle[15].
Wandalbertus von Prüm, in seiner 839 verfassten Vita et Miracula sancti Goaris[16], berichtet, dass Karl d. Gr. Erzbischof Lul von Mainz, Basinus Nemeti[17], quae civitas nunc Spira vocatur und Bischof Mehingodus[18] von Würzburg für die Weihe[19] der neuen basilica der Cella von St. Goar[20] bestimmt hatte.
Bassinus ist noch in einem Gedicht genannt, das Alcuinus vermutlich in England nach seiner Rückkehr aus Rom im Jahr 781[21] schrieb und in welchem er seine Begegnungen auf dem Kontinent erwähnt[22].
Laut einer späten Quelle[23] hätte Bischof Basinus für seine Kirche Güter bei Mainz erhalten[24].


1] Auch Bassinus, Basileus. Zu diesem Namen, siehe unten.
[2] Speyer gehört zu den ältesten Bistümern Deutschlands. Nach den Wirren der französischen Revolution wurde das Bistum in kleinerer Gestalt reorganisiert und der Kirchenprovinz Bamberg zugeordnet. Sie die Karte in: Das Bistum Speyer und seine Geschichte, 1: Von den Anfängen bis zum Ende der Salierzeit, von Hans Ammerich, Kehl am Rhein, 1998, S. 3.
[3] Genebaudus (von Laon), Gauzlenus (Le Mans), Fulcharicus (Tongern-Lüttich), Adalfredus (Noyon), Vulframnus (Meaux), Megingaudus (Würzburg), Berethelmus (Köln), Basinus (Speyer), Wiemadus (Trier).
[4] Signa von Pippins Söhnen Karl und Karlmann, von neun Bischöfen und zwölf Grafen. Hauck Karl, Von einer spätantiken Randkultur zum karolingischen Europe (Frühmittelalterliche Studien 1, 1967, 3-93), S. 88 spricht von der "Unterzeichnung durch das ganze arnulfingisch-karolingische Haus und seine geistliche und weltliche >Freundschaft<". Ein Passus des zweifelhaften "Testaments" Bischof Eddos von Strasbourg/Straßburg, das am 13. März 762 ausgestellt sein soll, spricht von der Erneuerung des Klosters Ettenheim cum consilio supradicti gloriosi regis Pippini et consensu omnium amicorum principumque eius (Schmid Karl, Oexle Otto Gerhard, Voraussetzungen und Wirkung des Gebetsbundes von Attigny, in: Francia 2, 1974, 71-122, hier S. 107; Regesta Alsatiae aevi Merovingici et Karolini 496-918. I: Quellenband, hg. von Albert Bruckner, 1949, Nr. 193 S. 118). Es besteht die begründete Annahme, dass ein Zusammenhang zwischen der Anwesenheit dieser "Freundschaft" und dem Gebetsbund der Synode von Attigny vorliegt (Hauck, ebd., S. 88-89 und Anm. 284).
[5] Verlorenes Original. Überlieferung: Abschrift des 10. Jahrhunderts im Liber aureus Prumiensis fol. 2a-4a (Faksimile S. 15-19 in: Das "Goldene Buch" von Prüm. Faksimile, Übersetzung der Urkunden, Einband, hg. im Auftrag des Geschichtsvereins "Prümer Land" e.V., Nolden Reiner, Trier, 1997). Drucke in Auswahl: Die Urkunden Pippins, Karlmanns und Karls des Grossen, bearb. von Engelbert Mühlbacher u. a., in: MGH Diplomatum Karolinorum 1, Hannover 1906, Neudruck München 1991, Nr. 16 S. 21-25; Beyer Heinrich, Urkundenbuch der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, Coblenz, 1860, ND Aalen, 1974, Nr. 16 S. 19-22; deutsche Übersetzung: Nolden, ebd., Nr. 4 S. 254-257. Vgl. Wampach Camille, Urkunden- und Quellenbuch zur Geschichte der altluxemburgischen Territorien bis zur burgundischen Zeit, 1, Luxemburg, 1935, Nr. 26 S. 29; Böhmer Johann Friedrich, Regesta Imperii I. Die Regesten des Kaiserreichs unter den Karolingern 715-918, neubearb. von Engelbert Mühlbacher, vollendet von Johann Lechner (Innsbruck ²1908), mit Ergänzungen von Carlrichard Brühl – Hans H. Kaminsky, Hildesheim 1966 - fortan BM² - BM², Nr. 95 S. 48-49; Oelsner Ludwig, Jahrbücher des fränkischen Reiches unter König Pippin, in: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Leipzig, 1871, S. 357-358.
[6] Die Lokalisierung dieses änigmatischen Ortes hat schon lange die Forschung beschäftigt. Wegen gewisser Anklänge mit dem ab 820 genannten pagus Trigorium, der im Rhein-Mosel-Dreieck lag (vgl. Karte bei: Pitz Martina/Puhl Roland, Trisgodros = Triguères /Loiret ? Pour une nouvelle localisation d'une villa publica énigmatique mentionnée dans une charte de Pépin le Bref, in: Nouvelle revue d'onomastique. Onomastique galloromaine. Noms d'ailleurs et problèmes généraux, Lyon, n° 49-50, 2008, 55-81, hier S. 80, sowie S. 57-59; Heinzelmann Josef, Der Weg nach Trigorium… Grenzen, Straßen und Herrschaft zwischen Untermosel und Mittelrhein im Frühmittelalter, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 21, 1995, S. 9-132, hier S. 34-132, mit Karte S. 53; Halfer Manfred, Trigorium. Namenkontinuität im Rhein-Mosel-Dreieck, in: wie Heinzelmann, 133-151, S. 138-144), wurde diese unbekannte villa in dieser Gegend gesucht. Vorgeschlagen wurde von Halfer, ebd., S. 144-148 der Ort Treis (heute Gemeinde Treis-Karden, Lkr. Cochem-Zell, mit Kritik von Pitz/Puhl, ebd., S. 61-62). Aber zieht man Pippins Itinerar im Jahr 762 hinzu - am 18. April war er noch in Quierzy, am 10. Juli urkundet er in Sinzig (oder Attigny) -, wäre sein Aquitanienfeldzug, der mit der Eroberung von Bourges und Thouars gipfelt, ein "Blitzfeldzug" gewesen, was dessen Darstellung in der Fredegar-Fortsetzung widerspricht (zu diesen Ereignissen und den entsprechenden Orten, s. Pitz/Puhl, ebd., S. 62-64; Isphording, S. 100-113; Rouche Michel, L'Aquitaine des Wisigoths aux Arabes 418-781. Naissance d'une région, Paris, 1979, S. 123 und 125). Deswegen wird der Aquitanienfeldzug eher im Sommer/Herbst stattgefunden haben und Trisgodros "in Aquitanien oder auf dem Wege dorthin gesucht werden muss" (Sickel Theodor, Acta regum et imperatorum Karolinorum digesta et enarat. Die Urkunden der Karolinger, 2, Wien 1867, S. 217). Pitz/Puhl sehen in Trisgodros den Ort Triguères (Département Loiret, arrondissement Montargis, canton Châteaurenard), schließen dabei die Hypothese Trouy (Cher, arr. Bourges, cant. Levet) von Isphording aus (Pitz/Puhl, ebd., S. 62-74; Isphording, ebd., S. 108-113). Kann wohl angenommen werden, dass Pippins Aquitanienfeldzug des Jahres 762 in der zweiten Hälfte des Jahres stattgefunden hat, so ist m. E. das Kapitel Trisgodros noch lange nicht geschlossen.

[7] Der diesjährige militärische Erfolg Pippins gegen den aquitanischen Herzog Waifar (Oelsner, wie Anm. 5, S. 350-352) wird die Solennität der Prümer Urkunde erklären (Hauck, wie Anm. 4, S. 89-90).
[8] Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm.
[9] […] infra terminos Bidense atque  Ardinne […]: siehe Manfred van Rey, Die Lütticher Gaue Condroz und Ardennen im Frühmittelalter. Untersuchungen zur Pfarrorganisation, in: Rheinisches Archiv 102, Bonn, 1977, S. 153 und Karte 4.
[10] In Wirklichkeit handelt es sich um eine Neugründung, da das Kloster schon 721 durch Bertrada und ihr Sohn Charibertus, zukünftiger Pippins Schwiegervater, gestiftet wurde (Das "Goldene Buch" von Prüm, fol. 82a-83a, S. 177-179, 252-253).
[11] Karosgau, Moselgau, Bidgau/Bitgau, Eifelgau, Ribuarien, Speyergau, Lommegau.
[12] Die manchmal vertretene Deutung des Textes, wonach die zukünftigen Äbte aus der Kongregation von Romanus und Vulframnus von Meaux gewählt werden sollen, ist widerlegt worden (vgl. Wagner Wolfgang Eric, Zum Abtswahlprivileg König Pippins für das Kloster Prüm von 762, in: Deutsches Archiv fü Erforschung des Mittelalters 57, 2001, 149-156).
[13] Ein Basinus (diaconus) scripsi et subscripsi zwei am 22. April 753 und 755/756 ausgestellte Weissenburger Urkunden zugunsten des Klosters. Es wird sich wahrscheinlich um einen Mönch desselben handeln (Doll Anton aus dem Nachlass von Glöckner Karl, Traditiones Wizenburgenses. Die Urkunden des Klosters Weissenburg 661-864, in: Arbeiten der Hessischen historischen Kommission, Darmstadt, 1979, Nr. 149 S. 351 und Nr. 221 S. 436-437; Bruckner Albert, Regesta Alsatiae aevi Merovingici et Karolini 496-918, I. Quellenband, Strasbourg-Zürich, 1949, Nr. 172 S. 103-104. Zu diesem Urkundenschreiber, siehe Doll/Glöckner, ebd., p. 132; Haubrichs W., Die Weißenburger Mönchslisten der Karolingerzeit, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 118, NF 79, Karlsruhe, 1970, 1-42, hier S. 40 Nr. 38-39 und Nr. 167. Ob wir hier den späteren Bischof von Speyer vor uns haben, lässt sich nicht beweisen (Haffner Franz, Die Bischöfe von Speyer bis zum Jahre 913 [918], in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 113 [NF 74], Kalsruhe, 1965, 297-360, hier S. 326; Hofmeister Adolf, Weissenburger Aufzeichnungen vom Ende des 8. und Anfang des 9. Jahrhunderts, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 73,  NF 34,  1919, 401-421, hier S. 410; Remling Franz Xaver, Geschichte der Bischöfe zu Speyer, 1, Mainz, 1852, S. 201). Ein Basinus ist Mönch in Klingenmünster (Diözese von Speyer; MGH Libri memoriales et Necrologia, NS, I, hrsg. von Johanne Autenrieth, Dieter Geuenich und Karl Schmid, Hannover, 1979, pag. LII; MGH Libri confraternitatum Sancti Galli, Augiensis, Fabariensis, ed. Paul Piper, Berlin, 1894, S. 216 Sp. 205), Kloster das unter der Leitung des Fleido eps. et abb. stand, der als Nachfolger des Basinus den Bischofssitz von Speyer besetzen wird. Vgl. Staab Franz, Speyer im Frankenreich (um 500-918), in: Geschichte der Stadt Speyer, 1, Stuttgart, 1982, 163-248, hier S. 190. 
[14] Ein Basinus ist bezeugt als Bischof von Trier um das Ende des 8. Jahrhunderts (Schneider Olaf, Erzbischof Hinkmar und die Folgen. Der vierhundertjährige Weg historischer Erinnerungsbilder von Reims nach Trier, in: Millennium-Studien 22, Berlin/New York, 2010, S. 378 und passim). Sollen verwandtschaftliche Verbindungen mit dem Basinus, der einige Jahrzehnte später die Diözese Speyer leitet, bestehen? Dazu Ewig Eugen, Milo et eiusmodi similes, in: Beihefte der Francia 3/2, 1979. Spätantikes und Fränkisches Gallien. Gesammelte Schriften 1952-1973, hg. von Atsma Hartmut, 2. Band, 189-219 [= Sankt Bonifatius. Gedenkgabe zum zwölfhundertsten Todestag, Fulda, 1953, 412-440], S. 190-191 und Anm.9; Haffner, wie Anm. 13, S. 328). Eine auf den 01. September 802 datierten angebliche Urkunde des Kaisers Karl d. Gr. (? im 10. Jahrhundert entstanden) zugunsten der Kirche von Trier berichtet, dass die genannte Schenkung auf Bitten des Bischofs Weomadus (von Trier, bezeugt von 762 bis 791), seines Bruders Basinus und des missus Ansericus geschah (Die Urkunden Pippins, Karlmanns und Karls des Grossen, bearb. von Engelbert Mühlbacher u. a., in: Monumenta Germaniae historica -fortan MGH-, Diplomatum Karolinorum 1, Hannover 1906, Neudruck München 1991, Nr., wie Anm. 5, Nr. 268 S. 391-393; Beyer, wie Anm. 5, Nr. 40 S. 45; vgl. BM² Nr. 389 S. 175) Obwohl er die Fälschung verwirft, ist Ewig, ebd., S. 191 Anm. 10 der Meinung, dass es möglich sei, diese Angabe gelten zu lassen. Basinus könnte dann der Speyerer Bischof sein, obwohl er hier keinen Titel trägt (Förstemann Ernst, Altdeutsches Namenbuch. I: Personennamen, Bonn, 1900, Neudruck München 1966, Sp. 249; Morlet Marie-Thérèse, Les noms de personne sur le territoire de l'ancienne Gaule du VIe au XIIe siècle. I: Les noms issus du germanique continental et les créations gallo-germaniques, Paris, 1968, S. 49). 
[15] Unter der Voraussetzung, dass die Liste der Bischöfe nach ihrem Weihealter ausgestellt wurde (Wolfram Herwig, Salzburg – Bayern - Österreich. Die Conversio Bagaoriorum et Carantanorum und die Quellen ihrer Zeit, in: Mitteilungen des Österreichischen Instituts für Geschichtsforschung, Ergänzungsband 31, 1995, S. 258 ff.; Hartmann Wilfried, Unterschriftslisten karolingischer Synoden, in: Annuarium Historiae Conciliorum 14, 1982, 124-137, hier S. 127; Marilier Jean, Quelques aspects du diocèse de Langres au VIIIe s., in: Société historique et archéologique de Langres, 1965, 17-29, hier S. 25; Prinz Friedrich, Frühes Mönchtum im Frankenreich. Kultur und Gesellschaft in Gallien, den Rheinlanden und Bayern am Beispiel der monastischen Entwicklung, 4. bis 8. Jahrhundert, München-Wien, 1965, S. 436 Anm. 385), hätte Basinus das Bischofsamt von Speyer noch nicht lange innegehabt. In der Tat stammt die letzte sichere Erwähnung seines Vorgängers David vom 28. Juli 757; dessen Tod ist vielleicht auf den 29. Januar 759 zu setzen, sicher aber vor dem 21. Januar 760 (vgl. Doll S. 536 Anm. 19, S. 538 und Anm. 21). Die im 11. Jahrhundert verfasste Bischofsliste ist unvollständig und ungeordnet bis zur Mitte des 9. Jahrhunderts (Monumenta Germaniae historica –fortan MGH-, Scriptorum XIII, ed. O. Holder-Egger, Hannover, 1881, Nachdruck 1963, S. 318-319; Duchesne L., Fastes épiscopaux de l'ancienne Gaule, III: Les provinces du Nord et de l'Est, Paris, 1915, S. 163-165). Sie setzt Basinus nach Tragapoto, der am Ende des 7. Jahrhunderts nachweisbar ist (Gallia Christiana 5, Paris, 1731, Sp. 716-717).  Basinus' Name steht auch nicht unter den Unterzeichnern der Gebetsverbrüderung von Attigny, die vermutlich auch 762 beschlossen wurde (MGH Legum sectio III. Concilia II/1: Concilia aevi Karolini I/1, recensit Albert Werminghoff, Hannover-Leipzig, 1906, S. 72-73).
[16] Stiene Heinz Erich, Wandalbert von Prüm. Vita et Miracula sancti Goaris, in: Lateinische Sprache und Literatur des Mittelalters 11, 1981, S. XXVII, XXXVI-XXXIX, 42-44, 107-108 Anm. 79-83; MGH Scriptorum XV/1, ed. O. Holder-Egger, Hannover, 1887, Nachdruck 1963, 361-373, hier S. 364. Vgl. Pauly Ferdinand, Die Stifte St. Severius in Boppard, St. Goar in St. Goar, Liebfrauen in Oberwesel, St. Martin in Oberwesel, in: Germania Sacra, NF 14: Die Bistümer der Kirchenprovinz Trier. Das Erzbistum Trier, 2, 1980, S. 166-167.
[17] Früher hieß Speyer civitas Nemetum (Stadt des keltichen Stammes der Nemeter). Zu diesem Namen und dem Namen Spira, vgl. Ehlers Caspar, Metropolis Germaniae. Studien zur Bedeutung Speuers für das Königtum 751-1250, in: Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 125, Göttingen, 1996, S. 21-27.
[18] Megingoz, Bischof von Würzburg, tritt vielleicht 768 aus seinem Amt zurück, übernimmt aber auch später bischöfliche Handlungen (siehe Artikel "Megingoz").
[19] Diese Weihe muss zwischen 771 (Karlmanns Tod, dessen Reich diese Region umfasste) und 782 (Fraido ist bezeugt als Bischof von Speyer am 25. Juli 782 - MGH DD Karol. 1, Nr. 143 S. 194-195) stattgefunden haben, vielleicht an einem 25. Oktober (Miesges Peter, Der Trierer Festkalender. Seine Entwicklung und seine Verwendung zu Urkundendatierungen, in: Trierisches Archiv. Ergänzungsband 15, 1915, S. 96). In diesem Fall kämen die Jahre 772 und 778 in Frage (Pauly, wie Anm. 16, S. 167, 222; Böhmer Johann Friedrich, Regesten zur Geschichte der Mainzer Erzbischöfe von Bonifatius bis Uriel von Gemmingen 742? - 1514. I. Bd, bearb. und hg. von Will Cornelius, Innsbruck, 1877, S. 42 Nr. 55 zum 25 mai; Goerz Adam, Mittelrheinische Regesten oder Chronologische Zusammenstellung des Quellenmaterials für die Geschichte der Territorien der beiden Regierungsbezirke Koblenz und Trier … 1: 509-1152, Koblenz, 1876, Neudruck Aalen, 1974, Nr. 291 S. 96; Bemerkungen von Schieffer Theodor, Angelsachsen und Franken. Zwei Studien zur Kirchengeschichte des 8. Jahrhunderts, in: Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse Jahrgang 1950 - Nr. 20. Akademie der Wissenschaften und der Litteratur, Wiesbaden, 1950, 1427-1539, hier S. 1513-1514 Anm. 4; Lindner Klaus, Untersuchungen zur Frühgeschichte des Bistums Würzburg und des Würzburger Raumes, in: Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 35, 1972, S. 217 Anm. 133).
[20] Rheinland-Pfalz, Rhein-Hunsrück-Kreis.
[21] MGH Poeta latini aevi Carolini, I, hg. von Ernest Dümmler, 1891, Neudruck 1964, S. 220-223 (= IV/1, hg. von Paul de Winterfeld, 1899, Nachdruck 1964), hier S. 222. Alcuinus war beauftragt worden, in Rom das pallium des neuen Erzbischofs von York, Eanbaldus, Nachfolger des Helbertus (= Aelbertus), gestorben am 08. November 780, abzuholen. Laut seiner Vita trifft Albinus/Alchuinus Karl d. Gr. in Parma, wo der König am 15. März 781 weilte (MGH SS XV/1, c. 8-9, S. 182-183, 189-190; vgl. BM² 235 und 235a S. 98; Abel Sigurd, Jahrbücher des fränkischen Reiches unter Karl dem Großen, I, 2. Auflage bearb. von Bernhard Simson, Leipzig, 1888, S. 323-326). Vermutlich hat Alcuinus dieses Gedicht nach seiner Heimreise verfasst (vgl. Duckett Eleanor Shipley, Alcuin, friend of Charlemagne. His World and His Work, Hamden, Connecticut, 1965, S. 33-36).
[22] O Bassine bone, Spirensis gloria plebis. Vgl. Staab, wie Anm. 13, S. 188.
[23] Eysengrein Guillelmus, Chronologicarum rerum urbis Spirae ... gestarum, Dillingen, 1564, fol. 140, zum Jahr 686; Simonis Philippus, Historische Beschreibung Aller Bischoffen zu Speyr, …, Freyburg im Preisgaw, MDCVIII, S. 9.    
[24] Basinvs Spirensium Episcopus sub Carolo Martello, Dragebodonis successor, certa predia et possessiones Moguntiæ sitas, in vtilitatem Ecclesiæ suæ dono accepit à Regnoaldo Comite. Zur falschen Datierung, vgl. Staab, wie Anm. 5, S. 232 Anm. 155.


24.02.2012, überarbeitet 17.09.2013