G O S B E R T U S

Bischof von Genf (vielleicht in der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts)

Die Bischofsliste von Genf "von Saint-Pierre", in ihrer ersten vielleicht Ende des 10. Jahrhunderts verfassten Abteilung, von minderwertigem Wert[1], bringt einen Gosbertus mit einer Amtszeit von 16 Jahren[2], der in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts das Bistum geleitet haben könnte[3].


[1] Le diocèse de Genève, par Louis Binz, in: Helvetia Sacra 1/3: Archidiocèses et diocèses, Bern 1980, S. 51-62; Duchesne L.. Fastes épiscopaux de l'ancienne Gaule 1: Provinces du sud-est, 2e éd., Paris 1907, S. 225-227. Dieser Katalog ist nur durch zwei Fassungen des 16. Jahrhunderts bekannt.
[2] Es ist nicht weder über seine Vorgänger seit der Mitte des 7. Jahrhunderts noch über seine Nachfolger bis in die 30er Jahre des 9. Jahrhunderts bekannt (vgl. Binz, ebd.. S. 54, 67-68).
[3] Vgl. Binz, ebd., S. 67; Duchesne, wie Anm. 1, S. 229 Anm. 4; Gallia Christiana in provincias ecclesiasticas distributa 16: Ubi de provincia Viennensi agitur, cond. Haureau B., Paris 1865, Sp. 384.  Ein Bischof Gauzibertus ohne Sitzangabe ist in einem Brief des Papstes Stephan III. von 769/770 als fränkischer Gesandter erwähnt (Codex Carolinus Nr. 44, Monumenta Germaniae historica, Epistolarum 3/1, ed. Gundlach W., Berlin 1957, S. 558-560).

25.07.2017