W I L C H A R I U S[1]

Bischof von Sens, bezeugt vielleicht seit 762/763, noch 769
archiepiscopus provintiae Galliarum, belegt 769 – (um 785)
vermutlich identisch mit dem gleichnamigen Bischof von Nomentum/Mentana, bezeugt von 753 bis vielleicht Ende 760

Eine Reihe von Aspekten seiner Biographie sind auf Grund der Quellenlage unklar und umstritten. Gesichert scheint, dass der archiepiscopus provintiae Galliarum Bischof von Mentana/Nomentum in Italien war. Auch seine Identität mit dem gleichnamigen Bischof von Sens dürfte feststehen. Ob er auch gleichzusetzen ist mit einem ebenfalls gleichnamigen Abtbischof von Saint-Maurice, früher Bischof von Vienne, ist dagegen unwahrscheinlich[2].

Vulcarius[3] archiepiscopus provintiae Galliarum[4] civitate Senense[5] führt die Deputation fränkischer Bischöfe, die auf Ersuchen des Papstes Stephan III.[6] von den jungen Königen Karl und Karlmann nach Rom abgeordnet wurde, um an einer von Stephan einberufenen Kirchenversammlung teilzunehmen: Diese Synode, die vom 12. bis 14. April 769 in der Lateranbasilika tagte, sollte über den "Usurpator" Konstantin[7 zu Gericht sitzen[8].
Die wahrscheinlich Ende des 10. Jahrhunters[9] verfasste Beschreibung einer Reliquie[10] berichtet, dass aus mündlicher Tradition bekannt ist, der Bischof des Ortes Uuiliarius habe der Kirche (de Sens) den Körper des Hl. Viktor mitgebracht[11]. Die im 12. Jahrhundert niedergeschriebene Chronik von Saint-Pierre-le-Vif de Sens, dite de Clarius erwähnt auch[12], dass Erzbischof Wiliarius von Sens ehemals die Gebeine des Hl. Viktor von Agaune[13] mit dem Einverständnis des Abtes[14] und dieser Gemeinschaft[15] nach Sens in die Bischofskirche[16] überführt habe.
Das Schreiben, in dem Papst Paul I. König Pippin darum bittet, Wilchario episcopo[17] zu erlauben, Marinus presbiter nostra vice[18] zum Bischof eines fränkischen Bistums[19] weihen zu dürfen, ist vermutlich 762/763 zu datieren[20].
Die ältesten Bischofslisten von Sens[21] bringen Vuilarius/Wiliarius nach Lupus, der noch vermutlich 762 bezeugt ist, und vor einer Serie Namen[22], deren Funktion nicht klar ist[23].
Sonst ist von Vulcarius/Williarius als Bischof von Sens nichts Sicheres bekannt. Es bleiben zwei Texte, deren Quellenlage unklar und umstritten ist.
Die im 12. Jahrhundert verfasste Chronik von Lorsch[24] berichtet, dass, als der Metzer Bischof Chrodegangus von Papst Paul I.[25] Leiber von heiligen Märtyrern für die von ihm erbauten Klosterkirchen erbitten ließ, übersandte ihm dieser durch Williharius sedun(en)sem episcopum[26] die Reliquien der Heiligen Nazarius, Nabor und  Gorgonius, die dann am 15. Mai 765 nach Gorze[27] übertragen wurden[28].
Anfang Dezember 771[29], als nach König Karlmanns Tod die Großen seines Reichsteils zu Karl dem Großen nach Corbeny[30] kommen, um ihm umgehend zu huldigen[31], nennt eine überarbeitete Fassung der Reichsannalen[32] Wilharius episcopus Sedunensem[33] an der Spitze dieser Großen. Aber "die Nennung eines Sittener Bischofs Wilchar hat sich … als Irrtum in die Annalenstelle von 771 eingeschlichen" und man wird in ihm den erwähnten gleichnamigen archiepiscopus provintiae Galliarum erkennen können[34].
An der Spitze des fränkischen Episkopats ist Wilcharius außerdem bis 784/785 bezeugt, aber über sein Wirken ist nur wenig bekannt.
Wilcharius … archiepiscopus und Abt Dodo[35] sind als Gesandte Karls des Großen in einem Brief des Papstes Hadrian I. von vermutlich 775[36] erwähnt[37].
Im Jahr 777[38] nahm er[39] an der Reichsversammlung in Paderborn[40] Sachsen teil[41], wo es zur Aufteilung des scheinbar eroberten Landes in Missionsbezirke ging. Die Synode verleiht mit Zustimmung des Metzer Bischof Angalramnus[42] und des Erzbischofs Uuilharius[43] dem von Abt Foleradus von St. Denis erbaute Kloster Salonnes[44] das Privileg der Exemtion von der geistlichen Gewalt der Metzer Kirche.
Auch scheint Wilcharius archiepiscopus von Hadrian I. als Bauexperte geschätzt worden zu sein. In einem an Karl den Großen gerichteten Brief  um 779/780[45], wird er vom Papst erwähnt, als es um die Reparatur der Peterskirche ging[46]. Im selben Schreiben schlägt er die Bitte des Diakons Addo[47] um eine Reliquie ab, verweist ihn stattdessen an Erzbischof Wilcharius: Dieser habe nämlich den Leib des Hl. Candidus[48], der damals von Papst Paul I. [49] dem Priester Aciulfus gewährt worden sei, in Verwahrung.
"In den 780er Jahren war er an dem Versuch beteiligt, den Einfluss der fränkischen Kirche auf spanisches Gebiet südlich der Pyrenäen auszudehnen und bestimmte dort verbreitete abweichende Lehrmeinungen zu bekämpfen. Zu diesem Zweck erlaubte Papst Hadrian I. Wilchar einen Kleriker mit Namen Egila zum Bischof zu weihen. Diesem wurde kein Bischofssitz zugewiesen, so dass er als Wander- oder Missionsbischof gelten muss"[50]. Papst Hadrian, in einem Schreiben um 784/785[51] an Bischof Egila[52] und an den Priester Iohannes, erwähnt die Weihe des Ersteren durch Wilcharius, archiepiscopus provinciae Galliarum, den er zur Predikt des orthodoxen Glaubens in partibus Spaniensis provinciae geschickt hat, bevor er die damals kursierenden verschiedenen häretischen Lehren schildert. Vermutlich zur selben Zeit[53] schreibt der Papst den spanischen Bischöfen, dass er Egila als Wanderbischof für Spanien durch Wilcharius archiepiscopus Galliarum[54] hat weihen lassen[55].
Die Forschung sieht als gesichert an, dass der Bischof vom römisch-suburbikarischen Nomentum[56], der mehrmals in der Umgebung der Päpste Stephan II.[57] und Paul I.[58] von 753 bis vermutlich 759 anzutreffen ist, und der gleichnamige Bischof von Sens und Primat von Gallien, der etwas später begegnet, identisch sind[59].
Wilcharius episcopus Numentano ist einer der Geistlichen, die Papst Stephan II. begleiten, als dieser Pavia am 15. November 753[60] verläßt, um sich zu König Pippin in die Francia zu begeben.
In einem Brief an die Könige Pippin, Karl und Karlmann vermutlich von 755[61], den er durch Wilharius … coepiscopus noster[62] übersendet und auf dessen mündliche Auseinandersetzungen er verweist, berichtet der Papst über die Feindseligkeiten des langobardischen König Haistolfus gegen römisches Gebiet[63].
Wahrscheinlich März/April 757[64], im Brief mit welchem Papst Stephan II. dem König Pippin die Wahl des Desiderius nach König Haistulfus' Tod, bittet er ihn coepiscopum nostrum Wicharium[65] zurückzuschicken.
In einem Schreiben an Pippin von vermutlich Anfang 758[66] empfielt ihm Papst Paul I. coepiscopum nostrum Wilcharium.
Ein anderer Brief des Papstes an König Pippin[67], der vielleicht 759 geschrieben wurde[68], erwähnt, dass die von Wilchario … coepiscopo nostro geleitete königliche Gesandtschaft ihn kürzlich verlassen hat. Vielleicht Ende 760[69] bringen Wilharius … coepiscopus noster sowie zwei andere Gesandte des Königs dem Papst die Botschaft, dass Pippin unentwegt an seinem Stephan II. gegebenen Versprechen festhalten werde; sie hatten auch den Auftrag festzustellen, ob dem Papst von Seiten der Langobarden endlich sein volles Recht erhalten habe.
Die des Öfteren vorgeschlagene Gleichsetzung[70] des Bischofs von Sens/fränkischen Erzbischofes mit dem Abt-Bischof von Saint-Maurice d'Agaune, der frühere Bischof von Vienne, kann wohl nicht aufrechterhalten werden[71].


[1] Varianten: Vulcarius, Wiliarius, Wilarius, Williharius, Wilharius, Wicharius, Willeharius, Wileharius,  Wilicarius, Guiliarius, Wiricarius.
[2] Wikipedia, Artikel "Wilchar von Sens".
[3] Ein Wilecharius ist 748 als Notar der "Kanzlei" vom Hausmeier Pippin bezeugt (Die  Urkunden der Arnulfinger, hg. von Heidrich Ingrid, in: Monumenta Germaniae historica - nachfolgend MGH -. Diplomata maiorum domus regiae e stirpe Arnulforum, Hannover 2011, Nr. 18 S. 41-42).
[4] Bischof Chrodegangus von Metz (766 gestorben) wurde nach dem Tode des Bonifatius vom Papst zum archiepiscopus erhoben und stieg damit zum ranghöchsten Geistlichen des Frankenreiches auf. Sein Nachfolger als archiepiscopus wurde Wilchar; der erste Nachweis für dessen Rang findet sich in der Teilnehmerliste der römischen Lateransynode (Pangerl Daniel Carlo, Die Metropolitanverfassung des karolingischen Frankenreiches, in: MGH Schriften 63, Hannover 2011, S. 21-22).
[5] Sens ist eine französische Stadt im heutigen Département Yonne in der Région Bourgogne-Franche-Comté. Das seit der Mitte des 4. Jahrhunderts bezeugte Bistum erhielt noch in der Spätantike den Rang eines Metropolitenbistums, der bis Ende des 7. Jahrhunderts belegt ist. Bonifatius versuchte 744 hier wieder einen Metropolitensitz zu einrichten, scheiterte aber scheinbar. Wilchar trug wohl den Titel Erzbischof, was aber nicht bedeutet, dass er Metropolit von Sens war (Pangerl, ebd., S. 69-71; Bauer Thomas, Artikel Wilchar, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 13, 1998, Sp. 1169-1172). Zur Karte der damaligen Diözese, vgl. Atlas de la France de l'an mil. Etat de nos connaissances, sous la dir. de Parisse Michel avec l'aide technique de Leuridan Jacqueline, 1994, S.  43. 
[6] Das Original des Briefes ist nicht überliefert, aber eine Kurzfassung ist uns erhalten im Liber Pontificalis (Vita Stephani III, Le Liber Pontificalis, I, in: Bibliothèque des Ecoles françaises d'Athènes et de Rome, Paris, 1955, hg. von Louis Duchesne, S. 473; Jaffé Philippe, Regesta Pontificum Romanorum ab condita ecclesia ad annum post Christum natum MCXCVIII. Editionem secundam correctam et auctam auspiciis Gulielmi Wattenbach curaverunt Samuel Löwenfeld – Ferdinand Kaltenbrunner – Paul Ewald, 1: a S. Petro ad a. MCXLIII, Leipzig 1885, Neudruck Graz 1956, Nr. 2376 S. 285 hg. von Paul Ewald).
[7] Nach dem Tod des Papstes Paul I. (767) wurde Konstantin als Laie durch seinen Bruder, den Herzog Toto von Nepi, eingesetzt. Mit langobardischer Hilfe wurde er Mitte 768 abgesetzt, nach der Wahl des Papstes Stephan III. geblendet und zu Klosterhaft verurteilt.
[8] Le Liber Pontificalis, wie Anm. 6, S. 473 ff.; MGH Legum sectio III. Concilia II/1: Concilia aevi Karolini I/1, recensit Albert Werminghoff, Hannover-Leipzig 1906, S. 74-92. Eine Ende des 9. Jahrhunderts verfasste Handschrift ist die einzige, die auch die Namen der Teilnehmer wiedergibt (Duchesne, ebd., S. CLXXVIII Nr. 22 und CCXXIX Nr. 21, 482 Anm. 28; vgl. Schmale Franz-Josef, Das Bistum Würzburg und seine Bischöfe im früheren Mittelalter, in: Zeitschrift für die bayerische Langdesgeschichte 29, 1966, 616-661, hier S. 627 ff.). Diese Liste befand sich auch auf einer Handschrift, die Gajetani Cenni im 18. Jahrhundert edierte (…lechario archiepiscopo provinciae Galliarum uicüssenensis: Concilium Lateranse Stephani III, Roma, 1735, S. 2). Eine heute verlorene dritte Liste wurde von Sirmond Jacques, Concilia antiqua Galliae, cum epistolis pontificum, principum constitutionibus et aliis Gallicanae Rei Ecclesiasticae Monumentis, 2, Paris 1629, Neudruck Aalen 1970, S. 65-66 mit Vvilicarius Senonensis herausgegeben. Vgl. Duchesne, ebd., S. 473-477; Hartmann Wilfried, Die Synoden der Karolingerzeit im Frankenreich und in Italien, in: Konziliengeschichte, hrg. von Walter Brandmüller, Reihe A: Darstellungen, Paderborn 1989, S. 84-87.
[9] Oder spätestens aus den ersten Jahren des folgenden Jahrhunderts (vgl. folgende Anm.).
[10] An der Reliquie befestigter Pergamentstreifen (Authentik): Michel J., Deux grands personnages ecclésiastiques au VIIIe siècle: Fulradus, abbé de Saint-Denis en France, chapelain de Pépin le Bref et de Charlemagne; Vulcharius, abbé de Saint-Maurice d'Agaune, évêque de Sion et de Sens, archevêque de la province des Gaules, in: Bulletin de la Société archéologique de Sens 19, Sens 1900, 89-139, hier S. 133-135, planche I: Hoc in loco corpus Beati continetur Victoris martyris, … , sicut a patribus relatum audivimus.  Qui ab episcopo ecclesie huius nomine uuiliarius huc adductus …; Prou Maurice, et Chartraire, E., Authentiques de reliques conservées au trésor de la cathédrale de Sens, in: Mémoires de la Société nationale des Antiquaires de France, 59 [6e série, t. IX], Paris 1900, S. 163 Nr. 143, auch S. 139-140.
[11] Laut Tradition ist Viktor einer der Märtyrer, der mit Mauritius und und den Mitgliedern der Thebäischen Legion Anfang des 4. Jahrhunderts in Verbindung gebracht wird und deren Reliquien in Agaune aufbewahrt wurden. Dazu: Mauritius und die Thebäische Legion ou Saint Maurice et la Légion Thébaine. Actes du colloque international Fribourg, Saint-Maurice, Martigny, 17-20 septembre 2003, in: Paradosis. Etudes de littérature et de théologie anciennes 49, Fribourg 2005. Stoclet Alain, Autour de Fulrad de Saint-Denis (v. 710-784), in: Ecole Pratique des Hautes Etudes. Sciences historiques et philologiques. 5. Hautes Etudes médiévales et modernes, 72), Genève-Paris 1993, S. 346 Anm., verweist auf andere Authentike der Kirche von Sens aus den 7./8. und 8./9 Jahrhunderten, die den Hl. Mauritius und andere "Thebäer" betreffen (Chartae latinae antiquiores -nachfolgend ChLA-, Part XIX: France VII, Dietikon-Zurich 1987, Nr. LVI-LIX; Maurice/Chartraire, ebd., S. 156-157 Nr. 94, 96, 97).
[12] Diese zwei Quellen sind wahrscheinlich voneinander abhängig (Chronique de Saint-Pierre-le-Vif de Sens, dite de Clarius. Chronicon Sancti Petri Vivi Senonensis,  texte éd., traduit et annoté par Bautier Robert-Henri, Gilles Monique, Bautier Anne-Marie, in: Sources d'histoire médiévale 9, Paris 1979, S. 89 Anm. 3, S. LII-LIII).
[13] Saint-Maurice, heute politische Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis/ Canton Valais in der Schweiz, Diözese Sitten/Sion.
[14] Vgl. unten Anm. 71.
[15] Bautier/Gilles, wie Anm. 12, S. 88-89 (lat./fr.): [...] detulit … donnus Wiliarius, archiepiscopus hujus sedis, de Agaunensi cęnobio, volente abbate ejusdem loci et fratribus […]. Nach diesem Text wären Wiliarius und der Abt von Saint-Maurice d'Agaune zwei verschiedene Personen. Nimmt man aber an, dass der Chronist den Wortlaut der Authentike übernommen und nur den Satzteil volente ... fratribus beigefügt hätte, dann wäre diese Information mit Vorsicht zu verwenden.
[16] Saint-Etienne de Sens.
[17] Da Wilcharius vom Papst nicht mehr als coepiscopus (vgl. unten Anm 68) sondern als episcopus bezeichnet wird, könnte er schon die Cathedra von Sens bestiegen haben (Bullough Donald, The Dating of Codex Carolinus Nos. 95, 96, 97. Wilchar and the Beginnings of the Archbishopric of Sens, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 18, 1962, 223-230, hier S. 229-230 mit Anm. 41). Unter dieser Voraussetzung müßte der Brief nach der Synode von Attigny von vermutlich 762 datiert werden, da damals Lupus noch Bischof von Sens war.
[18] Vgl. Bullough, ebd., S. 229 Anm. 40; Oexle Otto Gerhard, Die Karolinger und die Stadt des heiligen Arnulf, in: Frühmittelalterliche Studien 1, 1967, 253-363, hier S. 287 Anm. 46; Lesne E., La hiérarchie épiscopale - Provinces, métropolitains, primats - en Gaule et en Germanie 742-882, in: Mémoires et travaux publiés par des professeurs des Facultés catholiques de Lille, 1, Lille-Paris 1905, S. 58-59.
[19] Zu Marinus und dieser Angelegenheit, vgl. Riesenberger Dieter, Prosopographie der päpstlichen Legaten von Stephan II. bis Silvester II., Diss. phil., Freiburg im Breisgau 1967, S. 33-36.
[20] Codex Carolinus Nr. 25, hg. von W. Gundlach, in: MGH Epistolarum III: Merowingici et Karolini  aevi I, Berlin ²1957, S. 529-530; Jaffé Ph., Monumenta Carolina, in: Bibliotheca rerum Germanicarum 4, Berlin 1867, Neudruck Aalen 1964, S. 102-103. Vgl. Jaffé, wie Anm. 6, Nr. 2352 S. 280. Gundlach datiert den Brief von 758/763, Kehr, Chronologie, S. 124-125, 156 mit ? 759; Ohnsorge W., Der Patricius-Titel Karls des Großen, in:.Byzantinische Zeitschrift 53, München 1960, 300-321, hier S. 309 Anm. 67 denkt an 763. Hält man sich an Bullough's Vorschlag (oben Anm. 17), müste der Brief nach der Synode von Attigny von vermutlich 762 datiert werden, da damals Lupus noch Bischof von Sens war.
[21] Zwei Kataloge wurden im 9. Jahrhundert niedergeschrieben, zwei im 10. , andere im 12. und 14. Jahrhundert (Duchesne L., Fastes épiscopaux de l'ancienne Gaule 2: L'Aquitaine et les Lyonnaises, Paris ²1910, S. 395-400).
[22] [...] Lupus (vermutlich noch 762 bezeugt) - Vuilarius - Godescalcus - Guntbertus - Petrus - Vuillebaldus - Berradus (erstmals als Bischof  785/786, als Erzbischof und Bischof ab 786/787, nur als Erzbischof ab 790/791 bezeugt (Wampach Camille, Geschichte der Grundherrschaft Echternach im Frühmittelalter, I/2 Quellenband, Luxemburg 1930, Nr. 94 S. 159, Nr. 95 S. 160, Nr. 105 S. 172-173). Das Obitus Gotescalchi archiepiscopi (!) ist in einem Sacramentar aus Sens vermerkt (Molinier Auguste, Obituaires de la province de Sens. I: diocèses de Sens et de Paris, 1, in: Recueil des Historiens de la France. Obituaires 1, Paris 1902, S. 3; die Gallia Christiana  in provincias ecclesiasticas distributa 12, Paris 1770, Sp. 3 will wissen, dass er im Kloster Saint-Pierre-le-Vif begraben wurde). Gunbertus ist ein einer 826 ausgestellte Urkunde des Kaisers Ludwigs des Frommen zur Zeit Karls  des Großen als Bischof von Sens belegt  (Gallia Christiana, ebd., Sp. 17-19, die außerdem Sp. 14 schreibt, dass Guntbertus im 7. Jahr seines Episkopats verstorben sei). 
[23] Es stellt sich die Frage, da Wiliarius/Wilcharius bis 784/785 als Erzbischof belegt ist (siehe unten), welche genaue Funktion die vier Bischöfen zwischen Wiliarius und Berradus und dieser am Anfang seines Pontifikats, erfüllten. Eine Lösung wäre anzunehmen, dass der Erzbischof kurz nach 769 sein Amt als Bischof von Sens aufgab, um sich seiner Aufgabe als Primat Galliens widmen zu können. Eine andere Lösung wäre sie als Koadjutoren oder Chorbischöfe, denen die Verwaltung der Diözese oblag, zu sehen  (vgl. Bullough, wie Anm. 17, S. 227 ff;; Kasten Brigitte, Adalhard von Corbie. Die Biographie eines karolingischen Politikers und Klostervorstehers, in: Studia humaniora 3, Düsseldorf 1986, S. 31-32; Pangerl, wie Anm. 4, S. 71-72 mit Anm. 217 hat die Echternacher Urkunden nicht berücksichtigt).
[24] Glöckner, Karl, Codex Laureshamensis, I, in: Arbeiten der historischen Kommission für den Volksstaat Hessen, Darmstadt 1929, Kap. 3 S. 271 (= Minst Karl Josef, Lorscher Codex. Deutsch, Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch, I, Lorsch 1966, S. 52-53).
[25] 757-767.
[26] Sollte man hier Senonensem anstelle Sedun(en)sem lesen (Gilomen-Schenkel, Saint-Maurice, in: Helvetia Sacra III/1/1, Bern 1986, S. 318-319; Oelsner Ludwig, Jahrbücher des fränkischen Reiches unter König Pippin, in: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Leipzig 1871, S. 394-395 Anm. 4), Änderung, die von Glöckner, ebd., S. 271 Anm. a zurückgewiesen wird? Schilling Beate, Wilchar von Vienne und das Pallium, in: Inquirens subtilia diversa. Dietrich Lohrmann zum 65. Geburtstag, hg. von Horst Kranz und Ludwig Falkenstein, Aachen, 2002, 23-36, hier S. 32 mit Anm. 56, legt sich nicht fest (765 wäre Williharius aber noch nicht Erzbischof gewesen, siehe oben Anm. 3). Semmler Josef, Die Geschichte der Abtei Lorsch von der Gründung bis zum Ende der Salierzeit (764-1125), in: Die Reichsabtei Lorsch. Festschrift zum Gedenken ihrer Stiftung 764, I, Darmstadt 1973, 75-174, hier S. 77 und 141-142 Anm. 47, sieht hier den Bischof von Nomentum (später Bischof von Sens). Die anderen Quellen, die über die Ankunft der Reliquien in Francia und in Gorze berichten, sagen nicht, wer sie gebracht hat (vgl. Anm. 28).
[27] Frankreich, Département Moselle, Arrondissement Metz-Campagne, Canton Ars-sur-Moselle. Die Anfänge des Klosters Gorze werden durch zwei Urkunden bestimmt, die im Chartular überliefert sind. Am 20. Mai 748 stattete Bischof Chrodegangus von Metz das von ihm als bischöfliches Eigenkloster gegründete Gorze mit Gütern der Metzer Kirche aus (Nr. 1 S. 1-4. Interpoliert. Da die Urkunde im 6. Herrscherjahr Childerichs datiert ist, muss das vom Herausgeber angegebene Jahr 745 in 748 emendiert werden). Am 18. (oder 23.) Mai 757 verkündete er auf der Synode von Compiègne die Gründung des Klosters. Im Jahr 1572 wurde das Kloster säkularisiert. Zur Geschichte des Klosters, siehe J. Schneider, Artikel "Gorze", in: Dictionnaire d'histoire et de géographie ecclésiastiques 21, Paris 1986, Sp. 811-817).
[28] Annales Laureshamenses, MGH Scriptorum - nachfolgend SS - I, hg. von Pertz Georg Heinrich, Hannover 1826, Nachdruck 1963, S. 28; Annales Mosellani, hg. von Lappenberg I. A., MGH SS XVI, Hannover 1859, Nachdruck 1963, S. 496; Annales Petaviani, MGH SS I, S. 11. Vgl. Glöckner, wie Anm. 24, S. 271 Anm. 4. Zu diesen Translationen, vgl. Hotzelt Wilhelm, Translationen von Märtyrerleibern aus Rom ins westliche Frankenreich im achten Jahrhundert, in: Archiv für elsässische Kirchengeschichte 13, Freiburg im Breisgau 1938, 1-52, hier S. 20-35.
[29] Karlmann stirbt am 04. Dezember 771 (Böhmer Johann Friedrich, Regesta Imperii I. Die Regesten des Kaiserreichs unter den Karolingern 715-918, neubearb. von Engelbert Mühlbacher, vollendet von Johann Lechner, Innsbruck ²1908, mit Ergänzungen von Carlrichard Brühl – Hans H. Kaminsky, Hildesheim 1966 - nachfolgend BM² -, Nr. 130a S. 60).
[30] Frankreich, Département Aisne, Arrondissement Laon, Canton Craonne.
[31] Vgl. BM² Nr. 142a S. 66.
[32] Die Entstehung dieser Fassung der Annales regni Francorum früher Annales qui dicuntur Einhardi genannt, eine überarbeitete Fassung der Reichsannalen (vgl. folgende Anm.), wird in die Jahre 814-817 datiert (MGH Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum [6], Hannover 1895, Neudruck 1950, S. 33. Vgl. Reimitz Helmut, Der Weg zum Königtum in historiographischen Kompendien der Karolingerzeit, in: Matthias Becher und Jörg Jarnut, Hg., Der Dynastiewechsel von 751. Vorgeschichte, Legitimationsstrategien und Erinnerung, Münster 2004,  277-320, hier S. 286-290;  Gilomen-Schenkel Elsanne, Die Rolle des Walliser Bistums im karolingischen Reich. Eine Erfindung der Historiographie?, in: Vallesia 40, 1985, 233-245, hier S. 241-242.
[33] Dagegen nennen die Reichsannalen (MGH, ebd., S. 32; zusammengestellt zwischen 787 und 793) wie die  Annales Mettenses priores (hg. von Bernhard von Simson, MGH SS rer. Germ. [10], Hannover 1905, Nachdruck 2003, S. 57, Anfang des 9. Jahrhunderts) und das Fragmentum Basiliense a. 769-772 (MGH SS XIII, Hannover 1881, Nachdruck 1963, S. 27-28) Wileharius/Willeharius archiepiscopus. Zu den Quellen, die dieses Treffen erwähnen, vgl. BM² 142a S. 166; Kasten, wie Anm. 23, S. 16-17.
[34] Es wird sich hier vermutlich bei Sedunensem um eine Verwechslung mit Senonensem  handeln (Gilomen-Schenkel, Die Rolle, wie Anm. 32, S. 241-242; Kasten, wie Anm. 23, S. 16-17, 29 ff.; Lesne, wie Anm. 18, S. 60 Anm. 2; Abel Sigurd, Jahrbücher des fränkischen Reiches unter Karl dem Großen 1, bearb. von Bernhard Simson, Leipzig 1888, S. 82-83 mit Anm. 1). Der Erzbischoftitel kann sich eigentlich nur auf den Bischof von Sens beziehen, da der Abt von Agaune immer nur Bischof genannt wird. Aber man sollte nicht vergessen, dass Letzterer auch früher die Erzbischofwürde erlangt hat (vgl. Artikel "Wilcharius, Bischof von Vienne").
[35] Vermutlich Abt von Fleury (Saint-Benoît-sur-Loire, Département Loiret, Arrondissement Orléans: vgl. Laporte J., Artikel "Fleury", in: Dictionnaire d'histoire et de géographie ecclésiastiques 17, Paris 1971, Sp. 466)
[36] Codex Carolinus Nr. 51 in: MGH Epist. 3, wie Anm. 20, S. 571-573.
[37] Der Papst äußert sich nicht zum Zweck dieser Gesandtschaft. Vgl. Bertolini Ottorino, Carlomagno e Benevento, in: Karl der Grosse. Lebenswerk und Nachleben. I: Persönlichkeit und Geschichte, hg. von Helmut Beumann, Düsseldorf 1965, 609-671, hier S. 615; Abel-Simson, wie Anm. 34, S. 235-236; Kasten, wie Anm. 23, S. 30.
[38] Im 9. Jahr Karls des Großen Regierung (vgl. folgende Anm.).
[39] Seine Anwesenheit ist bekannt durch Karls des Großen Urkunde zugunsten Salonnes vom 06. Dezember 777 (Original. Chartae latinae antiquiores, ed. by Albert Bruckner (†) a. Robert Marichal, part XIX: France VII, publ. by Hartmut Atsma a. Jen Vezin, Dietikon-Zurich, 1987, Nr. 679 S. 28-33; MGH DD Karol. 1 Nr. 118 S. 164-165). Vgl. BM² Nr. 213 S. 89; Hauck Karl, Paderborn, das Zentrum Karls Sachsen-Mission, 777, in: Adel und Kirche. Gerd Tellenbach zum 65. Geburtstag …, Freiburg/Basel,Wien 1968, 92-140, hier S. 104-121.
[40] Patribrunna: Nordrhein-Westfalen, Kreisstadt.
[41] Vgl. Hartmann, wie Anm. 8, S. 99; BM² 211a S. 88.
[42] Angilramnus, in dessen Diözese das Kloster Salonnes sich befand.
[43] Hauck, wie Anm. 39, S. 112-116 vermutet, dass Wilharius eine wichtige Rolle bei der Verleihung dieses Privilegs gespielt haben könnte.
[44] Département Moselle, Arr. und Canton Château-Salins. Karte: Atlas de la France de l'an mil. Etat de nos connaissances, sous la dir. de Parisse Michel avec l'aide technique de Leuridan Jacqueline, 1994, S. 51.
[45] Codex Carol. Nr. 65, wie Anm. 20, S. 592-593. Vgl. Bertolini, wie Anm. 37, S. 624; Kasten, wie Anm. 23, S. 30; Classen Peter, Karl der Grosse, das Papsttum und Byzanz. Die Begründung des karolingischen Kaisertums (nach dem Handexemplar des Verfassers, hg. von Horst Fuhrmann und Claudia Märtl), in: Beiträge zur Geschichte und Quellenkunde des Mittelalters 9, Sigmaringen 1985, S. 27 Anm. 82.
[46] Dazu Hack Achim Thomas, Codex Carolinus. Päpstliche Epistolographie im 8. Jahrhundert, in: Päpste und Papsttum 35/2, Stuttgart 2007, S. 848-849
[47] Zu diesem, vgl. Hack, 35/2, ebd., S. 987-988; Stoclet, wie Anm. 11, S. 344-352.
[48] Vgl. Stoclet, ebd., S. 345-346 Anm. 3. Siehe die Reliquienauthentik der Kathedralkirche von Sens: ChLA XIX Nr. 682 S. 40, 45 Nr. XXI (7./8. Jahrhundert).
[49] 757 – 767.
[50] Online: http://www.linkfang.de/wiki/Wilchar_von_Sens S. 2.
[51] Cod. Carol. Nr. 96, S. 643-647. Zum Datum, vgl. Bullough, wie Anm. 17, S. 224-227.
[52] Über die Entsendung Egilas werden wir durch die drei Briefe Hadrians I. unterrichtet: Cod. Carol. 96, 97, 95 (S. 643-648, 636-643). Zur Chronologie der Briefe, vgl. Bullough, ebd.; Hack, 35/1, wie Anm. 46, S. 76 Anm. 82).
[53] Cod. Carol. Nr. 95, S. 636-643.
[54] Aufgrund der Daten seines Nachfolgers Beonradus/Berneradus als Bischof von Sens, später Erzbischof (siehe oben Anm. 22), wird Wilcharius um 786/787 gestorben sein.
[55] Zum theologischen und politischen Kontext, vgl. Hack, 35/1, wie Anm. 46, S. 76 Anm. 82; Der adoptianische Streit im Rahmen der spanischen Kirchengeschichte, S. 381-416, in: Schäferdieck Knut, Schwellenzeit: Beiträge zur Geschichte des Christentums in Spätantike und Frühmittelalter (Arbeiten zur Kirchengeschichte 64), Berlin-New York 1996.
[56] Mentana, Italien, Latium, Provinz Roma. Kleines ehemaliges Bistum nordwestlich von Rom. Von 745 bis 751 ist Bischof Benedictus bezeugt (MGH Epistolae selectae I: Die Briefe des heiligen Bonifatius und Lullus, hg. von Michael Tangl, Berlin 1916, Nachdruck München 1989, Nr. 90 S. 205, Nr. 59 S. 109). Vgl.. Schipperges Stefan, Bonifatius ac socii eius. Eine sozialgeschichtliche Untersuchung des Winfrid-Bonifatius und seines Umfeldes, in: Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 79, Mainz 1996, S. 37.
[57] 752-757.
[58] 757-767.
[59] König Pippin wird Wilcharius zurückgehalten und ihn mit dem Bistum Sens ausgestattet haben (Duchesne, wie Anm. 6, S. 482 Anm. 29).
[60] Liber Pontificalis, I, wie Anm. 6, S. 446-447, 457 Anm. 25. Die Vita Stephani II wurde kurz nach dem Tode des Papstes geschrieben (vgl. Levillain Léon, L'avènement de la dynastie carolingienne et les origines de l'état pontifical, in: Bibliothèque de l'Ecole des Chartes 94, Paris 1933, 225-295, hier S. 237).
[61] Codex Carolinus Nr. 7, S. 490-493. Vgl. Levillain, ebd., S. 281-282; Jaffé, wie Anm. 6, Nr. 2323 S. 275.
[62] Es wird sich sicherlich um den Bischof von Nomentum handeln.
[63] Vgl. Oelsner, wie Anm. 26, S. 257-261. 
[64] Cod. Car. Nr. 11, S. 504-507. Vgl. Levillain, ebd., S. 290-291; Jaffé, ebd., Nr. 2335 S. 276.
[65] = sicherlich Wilcharium.
[66] Cod. car. Nr. 14, S. 511-512. Vgl.  Kehr P., Über die Chronologie der Briefe Papst Pauls I. im Codex Carolinus, in: Nachrichten der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen. Philologisch-historische Klasse 1896,  102-157, hier S. 133, 156; Jaffé, ebd., Nr. 2338 S. 277.
[67] Cod. Car. Nr. 30, S. 536-537. Vgl. Kehr, ebd., S. 113-115, 138, 145-146; Oelsner, wie Anm. 26, S. 353-354.
[68] Da der Papst Wilcharius noch coepiscopus nennt, wird dieser Brief vor dem Cod. Carol. Nr. 25 von 762/763 (vgl. oben Anm. 17) geschrieben worden sein. Kehr, wie Anm. 67, hat das Datum von 759 als wahrscheinlich dargestellt.
[69] Cod. Carol. Nr. 22, S. 525-526 mit der Datierung ca. 761/762. Vgl. Kehr, ebd., S. 149-150, 157; Jaffé, ebd., Nr. 2348 S. 279.
[70] Neuerlich noch Hack, wie Anm. 46, 35/2, S. 1026-1028; Schilling, wie Anm. 26, S. 30-36.
[71] Der Hauptgrund gegen eine solche Identifizierung ist, dass Ado, Erzbischof von Vienne (860-875), der seine Ausbildung im Kloster Ferrières (Diözese Sens, deshalb deren Geschichte gut gekannt haben muss) erhielt, in seiner Chronik zum Abt Wilcharius von Saint-Maurice d'Agaune kein Wort über eine Erhebung zum Bischof von Sens und fränkischen Erzbischof verliert (Ex Adonis archiepiscopi Viennensis chronico usque a 869, MGH Scriptorum 2, ed. Pertz G. H., Hannover 1829, 315-323, hier S. 319; Migne J.-P., Sancti Adonis opera, Patrologia Latina 123, 1852, Sp. 121-123). Befasst haben sich mit dieser Frage u. a. Bauer, wie Anm. 5, Sp. 1169-1172; Gilomen-Schenkel Elsanne, Saint-Maurice, in: Helvetia Sacra III/1,1, Bern 1986, S. 318 und 319 Anm. 6, die schreibt: "Il est fort improbable que le chroniqueur écrivant dans la deuxième moitié du IXe siècle ait oublié de mentionner, à côté de la dignité relativement modeste d'abbé de Saint-Maurice, celle du puissant archevêque de Sens et primat des Gaules, si les deux Wilicarius avaient été une seule et même personne"; Dies., wie Anm. 32, S. 240-241; Theurillat Jean-Marie, L'abbaye de Saint-Maurice d'Agaune des origines à la réforme canoniale, 515-830 environ, in: Vallesia 9, Sion 1954, 1-128, hier S. 114-118; Michel, wie Anm. 10, S. 108-109; bis zur Gallia Christiana in provincias ecclesiasticas distributa 16, Paris 1865, Sp. 36-38. Stoclet, wie Anm. 11, S. 346 verweist auf die Authentike der Kirche von Sens sowie auf die Chronik von Saint-Pierre-le-Vif de Sens, dite de Clarius, (siehe oben Anm. 10-16) um eine Identifizierung vorzunehmen. Aber eben letztere Quelle scheint gegen eine solche zu sprechen, da sie den Erzbischof Wiliarius von Sens und den Abt von Saint-Maurice d'Agaune als zwei verschiedene Personen erwähnt. Dazu aber oben Anm. 15.

27.06.2016