A S U E R U S[1]

Abt von Prüm, urkundlich belegt von 762 bis 804

Abt Asuerus wird erstmals 762 erwähnt: Die am 13. August 762[2] in Trisgodros villa puplica[3] ausgestellte feierliche[4] Urkunde König Pippins und seiner Frau Bertrada für das Kloster Prüm[5] berichtet, dass sie dieses Kloster auf der Grenze des Bid- und Ardennengaus[6], wo der Tettenbach in der Prüm mündet[7], zu Ehren des heiligen Erlösers und der heiligen Maria[8], durch Entsendung einer Ordensgemeinschaft aus der Kongregation der Bischöfe Romanus und Vulframnus[9] gegründet haben[10]. Mit dieser Urkunde übertragen sie dem Kloster die villa Rommersheim[11] im Carosgau[12], ausgenommen 36 genannte mancipia[13], den Ort, in dessen Bereich das Kloster gegründet wurde, und das mansionile an der Prüm[14], wo der Escutsinisbach[15] mündet, ferner im Moselgau[16] an der Mosel die villas Mehring und Schweich[17], im Bidgau die villa Mötsch[18], im Eifelgau[19] Sarresdorf, im Charosgau Wetteldorf und Birresborn[20], in Ribuarien Rheinbach[21]. Nachdem Pippin die früheren urkundlich belegten Schenkungen bestätigt, übergibt er nun dem Kloster die cella in Altrip[22], eine andere cella namens Kesseling[23] und eine dritte genannt Revin[24] im Lommegau[25]. Zuletzt stellt Pippin das Kloster mit seinem Abt Asuerus[26] unter seinen Schutz sowie den seiner Erben und erteilt ihm die freie Abtswahl[27].
Am 03. August 763[28], in Maslario palacio publica[29], gewährt Pippin die Immunität  dem von ihm neu errichteten Kloster Prüm , wo Asuarius jetzt Abt ist.
Mit einem undatierten Mandat[30] befiehlt der König, die dem Kloster Prüm unter Abt Asuarius und seinen Nachfolgern verliehene Zollfreiheit zu wahren.
Mit dem am 10. Juli 762[31] vielleicht in Sinzig[32] ausgestellten Diplom schenkt König Pippin den Mönchen von Kesseling[33] den Wald Mellere[34] innerhalb genannter Grenzen[35] und übergibt das Kloster durch die Hand des Mönchs und Propstes Egeus dem Kloster von Prüm[36].
Am 29. Juni 772[37] übergeben Bertrudis und ihr Sohn Waningus[38] der Kirche St. Peter, die auf dem Kesselinger Bach erbaut ist und von Abt Asuerus geleitet wird[39], Güter im Eifelgau[40].

Abt Asuarius' Herkunft wird erleuchtet durch die am 17. Februar 797 in Aachen ausgestellte Urkunde Karls des Großen[41]: Ihre Narratio beschreibt ausführlich den Verlauf der Auseinandersetzung um die zwei villae[42] Loiré und Chazé[43] im Anjou.  Der Abt hatte sich bei Karl beklagt, dass diese Güter, die ihm von seiner Mutter Wilharana und seiner Großmutter Theodilhilda rechtmäßig zuständen, in vergangener Zeit mit anderen Gütern wegen Untreue an den Fiskus zurückgefallen seien[44]. Der König hatte darauf aufgrund seiner Auslegungen aufgrund seines Priestertums und seines treuen Dienstes[45] dem Abt die Wiedereinsetzung in den Besitz der beiden Güter bestätigt[46]. Aber bald wurde bekannt[47], dass die besagte villa Loiré dem Fiskus gehöre. Deshalb gab Asoarius vor Gericht beide villae dem König durch eine Restitutionsurkunde zurück. Daraufhin übergab Karl Loiré dem Kloster Prüm[48] und bestätigte Chazé dem Abt, da die pagenses[49] bezeugten, Teodilda habe diese villa als Allod besessen[50]. Hier setzt die am 18. August 777[51] ausgestellte Urkunde ein, mit welcher Abt Asuerus seinem Kloster die ihm von König Karl urkundlich[52] bestätigte villa Chazé[53] im Anjou schenkt.
Einige Jahre danach, während eines Rechtstreites zwischen dem Grafen Nuno[54] und Abt Asoarius, wird mit Sicherheit festgestellt, dass Theodehildis die villa Chazé zusammen mit anderen Eigengütern Pippin übergeben hatte, dass diese also dem König gehöre. Weil nun der Abt seine Schuld eingestanden hat und ein Mann Gottes von reinem Herzen und ehrlichem Willen ist, verzeiht ihm Karl[55], schenkt die zwei genannten Güter an Prüm und bestätigt diese Schenkung[56].
"Neben seinen Besitzinteressen scheint Asver auch durch fortdauernde persönliche Kontakte mit dem Anjou verbunden gewesen zu sein"[57]. Durch eine am 14. Februar 765 in Prüm ausgestellte Urkunde[58] schenkt Egidius[59] diesem Kloster, wo Abt Asuerus lebt und wo er selbst eingetreten ist, um Mönch zu werden[60], zahlreiche Besitzungen: im Maine[61] zwei villae[62], im Gau von Rennes[63] sieben[64] sowie Güter in diesen zwei Gauen[65] und im Anjou[66] mit der Auflage, sie seinen vier Söhnen Aginaldus, Bertricus, Botlenus und Paulus als Prekarie auszugeben.
Zwei Jahre später, am 01. Juni 767[67], erhält Botlinus wie vereinbart von Abt Asuerus den vierten Teil der zur Prekarie verschenkten Güter im Maine[68], Anjou[69] und Rennais[70] übertragen[71]. Nach seinem Tod solle das Land samt allem, was dazukommen werde[72], an das Kloster fallen[73].
Am 08. April 804[74] überträgt Harwicus (Haruhic, Haruic) in Angers dem von Abt Asuarius geleiteten Kloster Prüm, das er zu seiner Grabstätte gewählt hat, umfangreichen Besitz im Anjou[75] in Odane[76] in der condita[77] von Craon[78] mit  dem dazugehörenden ad Illotilio Leotbodo[79] sowie ein Viertel der villa Seguntiato[80]

Nach einem wahrscheinlichen Aufenthalt Karls in Prüm[81] stellt der König im November 775 in Thionville[82] zwei Urkunden für Prüm aus: Mit der ersten[83] bestätigt er dem von Abt Asuerus geleiteten Kloster Immunität mit Königsschutz und erlässt ihm die Abgaben aus dem Heerbann und den Bußen für dessen Bewohner[84]; mit der zweiten[85] gewährt er dem an das Kloster von seinem Vater Pippin vergabten Leuten die Rechten und Gewohnheiten gleich den anderen Fiskalinen[86].
Am 09. Juni 790[87], in Mainz, schenkt Karl der Große dem vom Abt Asoarius geleiteten Kloster Prüm die durch seine missi, den besagten Abt und Aehardus, auf dem Rechtswege eingezogene Güter eines Alpadus[88] im Lahn-[89], Einrich-[90] und Engersgau[91] samt der Buße[92], die Alpad zu zahlen hat[93].
Zum Königsdienst zählt die Klosterhaft. Am 06. Juli 788 " wurde im Anschluß an die Ingelheimer Reichsversammlung, die ihm wegen Hochverrats sein Herzogtum und die Freiheit genommen hatte, der letzte agilolfingische Herzog von Bayern, Tassilo III., in St. Goar[94] zum Kleriker geschoren"[95]. Vier Jahre später wurde Pippin der Bucklige, erstgeborener Sohn Karls des Großen, wegen seiner Verschwörung in Prüm tonsuriert und in Haft genommen[96]

Die 839 vom Prümer Mönch Wandalbert verfassten Miracula s. Goaris[97] berichten, dass Pippin auf der Reichsversammlung von Attigny[98] dem Prümer Abt Asuerus die cella des Heiligen[99] als beneficium[100] zur Leitung übertragen habe[101]. Zur Konsekration der von Asuerus erbauten neuen Basilika[102] sandte Karl d. Gr. Erzbischof Lul von Mainz sowie die Bischöfe Basinus von Speyer und Mehingodus von Würzburg[103]. Zur Zeit Karls d. Gr.[104] erhob Bischof Weomadus[105] von Trier Ansprüche[106] auf die cella. Im Lauf des langen Streites[107] wurde die Angelegenheit dreimal von missi untersucht und entschieden, jeweils zugunsten des Königs und damit des Abtes von Prüm. Da der Trierer Bischof die Urteile ignorierte, zog Karl die Sache vor sein persönliches Gericht an der Lippe[108] vermutlich im Juli 782[109]: Nach der letztinstanzlichen Entscheidung, dass St. Goar Besitz des Fiskus sei[110], schenkte Karl die cella an Prüm[111] .
Laut Wandalbertus hat Asuerus sein Kloster 45 Jahre lang geleitet[112].

Das Chartular von Prüm enthält zur Abtszeit des Asuerus einige Schenkungsurkunden und Prekarien:
Am 06. September 772[113] erklärt Sigifredus seine Güter in Hersdorf[114]  und Oos[115], die er  dem Kloster überlassen hat, in Prekarie erhalten zu haben.
Im 9. Jahr Karls Herrschaft[116] erhält Uualac/Uualane als Prekarie die vorher dem Kloster überlassenen Güter[117] im Moselgau[118] an der Salm[119] sowie zwei Weingärten an der Mosel in Porto Pingontio[120] .
Am 27. November 777[121] schenkt Gislebertus[122] Güter in Sefferweich[123] im Bitgau sowie seinen Besitz zu Wallersheim[124] im Carosgau.
Helmoinus[125] stiftet Besitz in Büdesheim[126] im Carosgau am 24. Februar 778[127].
Am 25. Juni 786[128] erhält Wicbertus als Lehen zur Nutzung auf Lebenszeit die Güter in Leudelange[129], Dippach[130] und Dahlem[131] im Wavergau[132], die er dem Kloster übertragen hat.
Helmfridus/Elmfredus und seine Frau Doda schenken am 26. Juli 800[133] Eigengüter im Bitgau bei Kyllburg[134] und im Ort Mainowis[135] .
Die undatierte Abschrift eines Prekarievertrages[136] zwischen Autcarius und Wetana einerseits und Abt Asuarius andererseits berichtet, dass Weta mit dem Konsens ihres Gemahls Autcarius[137] dem Kloster den von ihrer Mutter Bertrada[138] ererbten Besitz in Dingsdorf[139] im Carosgau[140] übergeben hat; Asuarius überlässt ihr, ihrem Mann und deren Kindern den genannten Besitz zum Nießbrauch gegen einen jährlichen Zins.
Mit einer Urkunde vom 12. April 801[141] übertragen Wetta und ihr Verwandter Odilbertus als Schenker dem Kloster ihren mansus[142] in Dingdorf an der Nims[143], sowohl was ihr von ihrer Mutter Bertrada als Allod zugekommen ist als auch das Neuhinzuerworbene. Ihr Bruder Gerbertus gibt seine Zustimmung.
Fast gleichzeitig, am 13. April 801[144], schenkt ein Walafredus seinen Besitz am selben Ort.
"Schenkungen anderer Grundbesitzer wird man erwarten können, doch lassen sie sich aufgrund der Struktur des erhaltenen Prümer Materials kaum belegen"[145].
In einer Fuldaer Urkunde vom 10. Juni 804[146] erwähnt die Grenzbeschreibung eines Weinberges in Dienheim[147] Abt Ansuer als Anlieger[148].

Das im 11. Jahrhundert angelegte Verzeichnis der Prümer Äbte[149], anderthalb Jahrhunderte später vervollständigt mit den Amtsdauern[150], bringt Assuerus als ersten Abt[151] mit einer Amtszeit von 45. Jahren[152]. Tancradus[153], der erstmals in einer am 25. Juli 804 ausgestellten Urkunde erwähnt wird[154], wurde sein Nachfolger[155].


Vorbemerkung:
1. In diesem sehr langen Artikel werden die Quellen zum Abt Asuarius nicht wie üblich chronologisch aufgeführt. Aus Gründen der Verständlichkeit ist er in Themengruppen unterteilt:
- Neugründung des Klosters und erste Erwähnung des Abtes Asuerus sowie folgende Urkunden Pippins zugunsten Prüm und die Schenkung  der Zelle von Kesseling;
- dauerhafte Bindung mit dem Anjou; die Affäre um den Besitz von Chazé und Loiré;
- andere Urkunden Karls des Großen;    
- die Übertragung St. Goars;
- andere Privaturkunden;
- Asuarius' Nachfolger.
2. Einige Titel der Quellenangabe wiederholen sich sehr oft. Sie werden deshalb gekürzt wiedergegeben. Es handelt sich um:
- Liber aureus Prumiensis, Das "Goldene Buch" von Prüm. Faksimile, Übersetzung der Urkunden. Einband, hg. im Auftrag des Geschichtsvereins "Prümer Land" e.V. von Nolden Reiner, Trier, 1997. Dessen älterer Bestand wurde zwischen 891 und 919/920 eingetragen (vgl. Kuchenbuch Ludolf, Bäuerliche Gesellschaft und Klosterherrschaft im 9. Jahrhundert. Studien zur Sozialstruktur der familia der Abtei Prüm, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Beiheft Nr. 66, Wiesbaden 1978), zitiert als Liber aureus 1. Der jüngere Bestand, aufgenommen teils vor März/April 1099, teils zwischen 1103 und ungefähr 1106 (Willwersch, siehe unten, S. 4-6), wird zitiert als Liber aureus 2. Keine der hier aufgeführten Urkunden ist im Original erhalten, sondern sie sind alle vom Liber aureus überliefert. Deshalb wird verzichtet, es zu erwähnen. In einem separaten Teil des Buches hat der Herausgeber die Übersetzung der Urkunden ins Deutsche ediert, zitiert Übersetzung;
- Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen hg. von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169, Coblenz 1860, Neudruck: Urkundenbuch zur Geschichte der mittelrheinischen Territorien, 1, Aalen 1974, zitiert MrhUB;
- Die Urkunden Pippins, Karlmanns und Karls des Grossen, bearb. von Engelbert Mühlbacher u. a., in: Monumenta Germaniae historica, Diplomatum Karolinorum 1, Hannover 1906, Neudruck München 1991, zitiert MGH DD Karol. 1;
- Böhmer Johann Friedrich, Regesta Imperii I. Die Regesten des Kaiserreichs unter den Karolingern 715-918, neubearb. von Engelbert Mühlbacher, vollendet von Johann Lechner (Innsbruck ²1908), mit Ergänzungen von Carlrichard Brühl – Hans H. Kaminsky, Hildesheim 1966, zitiert BM²;
- Willwersch Matthias, Die Grundherrschaft des Klosters Prüm, hg. von Ingo Schwab und Reiner Nolden, Trier 1989 (Druck der Inaugural-Dissertation, Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin 1912), zitiert Willwersch;
- Isphording Bernd, Prüm. Studien zur Geschichte der Abtei von ihrer Gründung bis zum Tod Kaiser Lothars I. (721-855), in: Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 116, Mainz 2005, zitiert Isphording.
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[1] Asuarius, Asoarius, Ansuer, Assuerus. Diese seltene Namensform sei "mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den ursprünglichen fränkischen Namen" Ansverus zurückzuführen (Isphording, S. 165 Anm. 1). Es könnte sich aber auch um den biblischen Namen Ahasveros handeln, der mehrmals - auch als Assuerus - als persischer König in der Bibel vorkommt und historisch oft mit Xerxes identifiziert wird (Dequin Horst F. E., Otakar, Gegenspieler und Getreuer Karls des Großen. Personengeschichtliche und genealogische Beiträge zur Reichsgeschichte von den Merowingern bis zu  den Ottonen, Westerhorn in Holstein 1996, S. 34).
[2] Liber aureus 1, fol. 2a-4a S. 15-19. Drucke in Auswahl: MGH DD Karol. 1, Nr. 16 S. 21-25; MrhUB, Nr. 16 S. 19-22. Übersetzung, Nr. 4 S. 254-257. Vgl. Wampach Camille, Urkunden- und Quellenbuch zur Geschichte der altluxemburgischen Territorien bis zur burgundischen Zeit, 1, Luxemburg 1935, Nr. 26 S. 29; BM² Nr. 95 S. 48-49; Oelsner Ludwig, Jahrbücher des fränkischen Reiches unter König Pippin (Jahrbücher der Deutschen Geschichte), Leipzig, 1871, S. 357-358.
[3] Die Lokalisierung dieses änigmatischen Ortes hat schon lange die Forschung beschäftigt. Wegen gewisser Anklänge mit dem ab 820 genannten pagus Trigorium, der im Rhein-Mosel-Dreieck lag (vgl. Karte bei: Pitz Martina/Puhl Roland, Trisgodros = Triguères /Loiret ? Pour une nouvelle localisation d'une villa publica énigmatique mentionnée dans une charte de Pépin le Bref, in: Nouvelle revue d'onomastique. Onomastique galloromaine. Noms d'ailleurs et problèmes généraux, Lyon, n° 49-50, 2008, 55-81, hier S. 80, sowie S. 57-59; Heinzelmann Josef, Der Weg nach Trigorium… Grenzen, Straßen und Herrschaft zwischen Untermosel und Mittelrhein im Frühmittelalter, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 21, 1995, S. 9-132, hier S. 34-132, mit Karte S. 53; Halfer Manfred, Trigorium. Namenkontinuität im Rhein-Mosel-Dreieck, in: wie Heinzelmann, 133-151, S. 138-144), wurde diese unbekannte villa in dieser Gegend gesucht. Vorgeschlagen wurde von Halfer, ebd., S. 144-148 der Ort Treis (heute Gemeinde Treis-Karden, Lkr. Cochem-Zell, mit Kritik von Pitz/Puhl, ebd., S. 61-62). Aber zieht man Pippins Itinerar im Jahr 762 hinzu - am 18. April war er noch in Quierzy, am 10. Juli urkundet er in Sinzig (oder Attigny) -, wäre sein Aquitanienfeldzug, der mit der Eroberung von Bourges und Thouars gipfelt, ein "Blitzfeldzug" gewesen, was dessen Darstellung in der Fredegar-Fortsetzung widerspricht (zu diesen Ereignissen und den entsprechenden Orten, s. Pitz/Puhl, ebd., S. 62-64; Isphording, S. 100-113; Rouche Michel, L'Aquitaine des Wisigoths aux Arabes 418-781. Naissance d'une région, Paris, 1979, S. 123 und 125). Deswegen wird der Aquitanienfeldzug eher im Sommer/Herbst stattgefunden haben und Trisgodros "in Aquitanien oder auf dem Wege dorthin gesucht werden muss" (Sickel Theodor, Acta regum et imperatorum Karolinorum digesta et enarat. Die Urkunden der Karolinger, 2, Wien 1867, S. 217). Pitz/Puhl sehen in Trisgodros den Ort Triguères (Département Loiret, arrondissement Montargis, canton Châteaurenard), schließen dabei die Hypothese Trouy (Cher, arr. Bourges, cant. Levet) von Isphording aus (Pitz/Puhl, ebd., S. 62-74; Isphording, ebd., S. 108-113). Kann wohl angenommen werden, dass Pippins Aquitanienfeldzug des Jahres 762 in der zweiten Hälfte des Jahres stattgefunden hat, so ist m. E. das Kapitel Trisgodros noch lange nicht geschlossen.
[4] Diese feierlich stilisierte Urkunde wird oft als Offertorium bezeichnet (vgl. Wisplinghoff Erich, Untersuchungen zur Gründungsgeschichte des Klosters Prüm, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 17, 1991, 1-27, hier S. 12-13).
[5] Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm.
[6] […] infra terminos Bidense atque  Ardinne, ubi rivulus qui dicitur Dethenobach […]: Zum Bidgau, s. Nonn Ulrich, Beobachtungen zu Bid- und Moselgau im Frühmittelalter, in: Geschichtliche Landeskunde der Rheinlande. Regionale Befunde und raumübergreifende Perspektiven. Georg Droege zum Gedenken, hg. von Marlene Nikolay-Panter, Wilhelm Janssen, Wolfgang Herborn, Köln-Weimar-Wien, 1994, 42-64, hier S. 44-52, Karte S. 60; zum Ardennengau, Dens., Pagus und Comitatus in Niederlothringen. Untersuchungen zur politischen Raumgliederung im früheren Mittelalter, in: Bonner historische Forschungen 49, 1983, S. 153-154. Die Prüm ist ein Nebenfluss der Sauer.
[7] Isphording, S. 3.
[8] Die Urkunde nennt noch die heiligen Apostel Petrus und Paulus, den heiligen Johannes der Täufer sowie die Märtyrer Stephanus, Dionysius, Mauritius und die Confessores Martinus, Vedastus, Germanus.
[9] […] de congregatione domni Romani et Vulframni episcoporum […]: Bischöfe von Meaux und Äbte vom dortigen Kloster Sainte-Croix/Saint-Faron (Heilig-Kreuz-Kloster). Karte: Atlas de la France de l'an mil. Etat de nos connaissances, sous la dir. de Parisse Michel avec l'aide technique de Leuridan Jacqueline, 1994, S. 43. Vgl. Isphording, S. 126-129.
[10] Bertrada seu Berta und ihr Sohn Chairibertus, der spätere Schwiegervater von Pippin, hatten schon im Jahr 721 hier ein erstes Kloster gegründet (Liber aureus 2b, fol. 82a-83a S. 177-179. Druck: MrhUB, Nr. 8 S. 10-11. Übersetzung: Nr. 1 S. 252-253. Vgl. Gauthier Nancy, L'évangélisation des pays de la Moselle, Paris, 1980, S. 338-340). Infolge der Quellenlage lässt sich die Geschichte dieser ersten Gründung nicht erhellen. Sollte sie fehlgeschlagen haben? Anscheinend bestanden doch feste Zusammenhänge zwischen dem älteren und dem jüngeren Kloster (Isphording, S. 60-63; Wisplinghoff, wie Anm. 4, S. 9-11). Mit seiner Urkunde vom  27. Mai 752 schenkt Pippin dem neu erbauten (a novo construimus) Kloster Fischereien an der Mosel und Dhron (Liber aureus 2a, fol. 58b-59a S. 127-128; MGH DD Karol. 1, Nr. 3 S. 5-6). Es kann sich hier nur um eine zusätzliche Schenkung zu der 721 erhaltenen Dotierung handeln. Pippin konnte wohl von einer Gründung sprechen, da das zweite Kloster, obwohl am gleichen Ort erbaut, an einer anderen Stelle, die der heutige Bau einnimmt, lag (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, 12/II: Die Kunstdenkmäler des Kreises Prüm, bearb. von Ernst Wackenroder, 1927, Düsseldorf, S. 139). Auch hat er dorthin neue Mönche (vgl. Anm. 9) entsendet, die Prüm dann reformierten (s. Resmini B., Artikel "Prüm", in: Die Männer- und Frauenklöster der Benediktiner in Rheinland-Pfalz und Saarland, cur. F. Jürgensmeier, in: Germania Benedictina 9, 1999, 612-649, hier S. 612-614). Aber die Heiligen, denen es 721 geweiht war, kehren alle wieder zurück (die hl. Maria, Petrus, Paulus, Johannes, Martinus).  Diese Neugründung muss vor dem 27. Mai 752 stattgefunden haben (s. oben Urkunde von 752).
[11] […] in pago Charos villa quae dicitur Rumerucoyme […]: Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm. Die Hälfte dieses Ortes wurde schon 721 dem ersten Kloster geschenkt. Zudem behielt sich der König 36 genannte mancipiae, vermutlich samt ihren Gütern, zurück (s. dazu Wisplinghoff, wie Anm. 4, S. 22 Anm. 128). 
[12] Der Carosgau (Karosgau) lag zwischen Ardennen-, Eifel- und Bidgau (Köbler Gerhard, Historisches Lexikon der deutschen Länder: die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart,  7. Aufl., München 2007, S. 327; Manfred van Rey, Die Lütticher Gaue Condroz und Ardennen im Frühmittelalter. Untersuchungen zur Pfarrorganisation, in: Rheinisches Archiv 102, Bonn 1977, S. 105-106; Willwersch, S. 28 und 123 Anm. 34 sieht in ihm ein Untergau des Ardennengaus).
[13] Vgl. Niermeyer Jan Frederik †, Mediae latinitatis lexicon minus. Lexique latin médiéval – Medieval Latin Dictionary, Leiden 1993, S. 633 unter "mancipium".
[14] "Kleiner Siedlungspunkt an der Prüm, in dem man Niederprüm – heute Stadtteil von Prüm -  gesehen hat" (Isphording, wie Anm. 3, S. 16-17 und Anm. 75).
[15] Vielleicht der Eschbach (Isphording, ebd.) oder der Michelbach (Willwersch, S. 122 Anm. 29).
[16] […] in pago Muslinse super fluvium Muselle villas nostras his nominibus: Marningum et Soiacum …[…]: Die genaue Lage des Moselgaus ist problematisch. Die Urkunden sehen ihn hauptsächlich im Moselgebiet im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Luxemburg sowie auf beiden Seiten der Mosel in der Gegend von Thionville-Metz (dazu Nonn, Beobachtungen, wie Anm. 6, S. 52-64, Karte S. 60).
[1] Mehring und Schweich liegen in Rheinland-Pfalz, Lkr. Trier-Saarburg (Willwersch, S. 39-43; Isphording, wie Anm. 3, S. 140 Anm. 326).
[18] […] villam nostram in pago Bedinse qui dicitur Marciaco […]: Mötsch, heute Stadtteil von Bitburg, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz (Willwersch, S. 37-38, 128 Anm. 131; Werner Karl Ferdinand, Bedeutende Adelsfamilien im Reich Karls des Großen, in: Karl der Grosse. Lebenswerk und Nachleben. I: Persönlichkeit und Geschichte, hg. von Helmut Beumann, Düsseldorf 1965, 83-142, hier S. 278-279 Anm. 434; Nonn, Beobachtungen, wie Anm. 6, S. 45).
[19] […] villam nostram in pago Eflinse qui dicitur Sarabodisvilla […]: Sarresdorf, Wüstung, in Gerolstein aufgegangen, Rheinland-Pfalz, Lkr. Vulkaneifel. Es ist der erste bekannte Beleg zum Eifelgau (Nonn, Pagus, wie Anm. 6, S. 177). Dieser Gau gehörte zu dieser Zeit zum ducatus Ribuarien (vgl. Nonn, ebd., S. 164-172, 177-180; Karte bei: Ewig Eugen, Frühes Mittelalter [Die Rheinlande in fränkischer Zeit 451-919/31], in: Rheinische Geschichte, hg. von Franz Petri u. Georg Droege, 1/2, Düsseldorf 1980, S. 123).
[20] […] dua loca in Carasco … id est Wathilentorp et Birgisburias […]: Zum Carosgau, vgl. oben Anm. 12; Wetteldorf, Ortsteil der Gemeinde Schönecken, Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm (vgl. Willwersch, S. 31); Birresborn, ebd., Lkr. Vulkaneifel.
[21] […] in pago Riboariensi illam portionem in Reginbach […]: Rheinbach, Nordrhein-Westfalen, Rhein-Sieg-Kreis. Zu Ribuarien, vgl. Ewig Eugen, Die Civitas Ubiorum, die Francia Rinensis und das Land Ribuarien (mit 1 Karte), in: Rheinische Vierteljahrsblätter 19, 1954, S. 14-29; oben Anm. 19).
[22] […] cellam iure proprietatis nostrae in loco qui dicitur Altrepio, super fluvium Reni in pago Spirense, qui est constructa in honore sancti Medardi […]: Altrip, Stadt in der Eifel, Rheinland-Pfalz, Rhein-Pfalz-Kreis. Die cella erscheint in dieser Urkunde erstmals in den Quellen. Laut Überlieferung wird seine Gründung dem König Dagobert I. zugeschrieben (Fesser Jörg, Namenskontinuität und Siedlungskontinuität am Beispiel Altrip, in: Beiträge zur Namenforschung, NF 47, 2012, S. 81-89). Sie "scheint mit ansehnlichem Grundbesitz ausgestattet gewesen zu sein" (Mayr Gottfried, Studien zum Adel im frühmittelalterlichen Bayern, in: Studien zur Verfassungs- und Sozialgeschichte, München 1974, S. 83).
[23] […] cellam aliam qui dicitur Casleoca, quae est posita infra terminos Sentiaco et est in honore sancti Petri constructa […]: Kesseling, Rheinland-Pfalz, Lkr. Ahrweiler (Willwersch, S. 70), im Gebiet von Sinzig (ebd.).
[24] […] tertiam cellam ad ipsum sanctum locum qui dicitur Riuuinio, in pago Lomense super fluvium Mosae, quę est constructa in honore sannctae Mariae […]: Revin, Frankreich, département Ardennes, arr. Charleville-Mézières, chef-lieu de canton (Willwersch, S. 54-55).
[25] Zu diesem Gau, s. Roland C.-G., Les pagi de Lomme et du Condroz et leurs subdivisions, in: Annales de la Société archéologique de Namur 34, 1920, 1-126, hier S. 6 ff.; Nonn, Pagus, wie Anm. 6, S. 143 ff.
[26] Asuerus/Asuarius stammte aus einer mütterlicherseits im Anjou ansässigen Familie (siehe unten die Affäre um den Besitz von Loiré und Chazé). Seine Großmutter hieß Theodilhilda, seine Mutter Wilharana. Über die väterliche Seite ist nichts bekannt (s. dazu Wisplinghoff, wie Anm. 4, S. 24-25). Er wird wohl sehr jung als Oblat dem Heilig-Kreuz-Kloster in Meaux übergeben worden sein (Isphording, S. 180-181). Laut Prümer Überlieferung hatte Asuerus/Assuerus die Leitung des Klosters 45 Jahre inne, seit etwa 759/760 also (vgl. unten Anm. 112, 152). Als das Kloster 752 eine königliche Schenkung erhält, obwohl die Urkunde von einem Abt spricht, scheint noch keine Entscheidung bezüglich des Amtes gefallen zu sein (oben Anm. 10).
[27] […] ut de congregatione domni Romani et Vulframni episcoporum, quos modo in hunc coenobium sancti Salvvatoris congregavimus, quando abbas de hac vita migraverit, una cum consensu nostro et vestro abbatem de ipsa congregatione vobis regulariter eligere debeatis. […]: Die manchmal vertretene Deutung des Textes, wonach die zukünftigen Äbte aus der Kongregation von Romanus und Vulframnus von Meaux gewählt werden sollen, ist widerlegt worden (dazu Wagner Wolfgang Eric, Zum Abtswahlprivileg König Pippins für das Kloster Prüm von 762, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 57, 2001, 149-156). Vgl. oben Anm. 9.
[28] Liber aureus 1, fol. 4a-5a S. 19-21. Drucke in Auswahl: MGH DD Karol. 1, Nr. 18 S. 26-27; MrhUB, Nr. 17 S. 22-23; Übersetzung: Nr. 5 S. 257-258. Vgl. BM² 97 S. 50.
[29] Mellier (Mâliè), Ortsteil der Gemeinde Léglise im arrondissement Neufchâteau der Provinz Luxemburg in Belgien. Dazu: Die Franken und die Alemannen bis zur "Schlacht bei Zülpich 496/497", hg. von Dieter Geuenich, in: Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Ergänzungsband 19, 1998, S. 119; Haubrichs Wolfgang, Die Urkunde Pippins des Mittleren und Plectruds für St-Vanne in Verdun (702). Toponomastische und besitzgeschichtliche Überlegungen zum frühen Besitz der Pippiniden-Arnulfinger und zum Königsgut im Verdunois, in: Francia 13,  1985, 1-46, hier S. 18 Anm. 119; Müller-Kehlen Helga, Die Ardennen im Frühmittelalter. Untersuchungen zum Königsgut in einem karolingischen Kernland, in: Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 38, 1973, S. 179-183. Vorgeschlagen wurde auch einer der Orte namens Malleret im département Creuse (Frankreich): Malleret, Ortsteil von Guéret, Präfektur des Départements; Malleret-Boussac, arr. Guéret, cant. Boussac (Kettemann Walter, Subsidia Anianensia. Überlieferungs- und textgeschichtliche Untersuchungen zur Geschichte Witiza-Benedikts, seines Klosters Aniane und zur sogenannten "anianischen Reform". Mit kommentierten Editionen der Vita Benedicti Anianensis, Notitia de servitio monasteriorum, des Chronicon Moissiacense/Anianense sowie zweier Lokaltraditionen aus Aniane. Phil. Diss. [ungedruckt], Duisburg 1999, S. 324-325, einzusehen online: http://duepublico.uni-duisburg-essen.de/servlets/DocumentServlet?id=18245, S. 324 Anm. 42; BM² 97 S. 50).
[30] Liber aureus 1, fol. 5a S. 21. Drucke in Auswahl: MGH DD Karol. 1, Nr. 19 S. 27-28; MrhUB, Nr. 18 S. 23; Übersetzung: Nr. 6 S. 258-259. Vgl. BM² 98 S. 50: Mühlbacher ist der Meinung, dass diese Urkunde gleichzeitig mit der Vorigen ausgestellt wurde.
[31] Liber aureus 2a, fol. 58a-58b S. 127-128. Drucke in Auswahl: MGH DD Karol. 1, Nr. 15 S. 20-21; MrhUB Nr. 15 S. 18-19. Übersetzung: Nr. 4 S. 254-257). Vgl. BM² 94 S. 48; Isphording, S. 91-93; Wisplinghoff, wie Anm. 4, S. 25-27. Das königliche Diplom vom 13. August 762 bestätigt diese Übergabe (siehe oben).
[32] […] Actum Sentiaco palatio […]: Rheinland-Pfalz, Lkr. Ahrweiler. Es könnte sich auch um eine Emendierung von Attiniaco handeln (Isphording, S. 101-102).
[33] […] ex congregatione sancti Petri ex monasterio scilicet quod vocatur Casloaca […]: Kesseling, Rheinland-Pfalz, Lkr. Ahrweiler.
[34] Der geschenkte Wald lag sw. in unmittelbarer Nähe von Kesseling. Vgl. Isphording, S. 93.
[35] Beschreibung bei Willwersch, S. 70.
[36] In der Urkunde wird kein Abt genannt.
[37] Liber aureus 2, fol. 101b-102a S. 216-217. Druck: MrhUB Nr. 25 S. 30. Übersetzung: Nr. 10 S. 262-263.
[38] Zu dieser Familie, siehe Alter Franz, Ruding, Eberwin und Einold in karolingischer Zeit im nördlichen Oberrheingebiet, in: Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz 93, Speyer 1995, 7-97, hier S. 29 ff.; Schewe Dieter, Die Bertiner. Heerführer, Bischöfe und Nachfolger der Karolinger 700-923, Sinzig 2009, S. 96-100.
[39] […] ad basilicam s. Petri que est constructa super fluuio Casleuc, ubi vir venerabilis Asuerus abba preesse videtur […]. Es handelt sich um das Kloster Kesseling (vgl. Anm. 33).
[40] […] in loco nuncupante Adagane (Hagane) sitam in pago Efflinse […]: Adagane ist vermutlich aufzulösen in ad Agane (Hagane). Dieser Ort wurde von Nonn, Pagus, wie Anm. 6, S. 177-178 Anm. 1090 und Janssen Walter, Studien zur Wüstungsfrage im fränkischen Altsiedelland zwischen Rhein, Mosel und Eifelnordrand. II: Katalog, in: Beihefte der Bonner Jahrbücher 35/II, Köln 1975, S. 274 als nicht identifiziert angegeben. Aber online, zum Beispiel bei Wikipedia, wird "Am Hagen/bach", woraus sich Heckenbach (Rheinland-Pfalz, Lkr. Ahrweiler) entwickelt haben könnte, vorgeschlagen.
[41] Liber aureus 2, fol. 62a-63b S. 136-138. Drucke in Auswahl: MGH DD Karol. 1, Nr. 180 S. 242-244; MrhUB, Nr. 37 S. 41-42; Migne J.-P., Patrologiae latinae 97, 1851, Sp. 1068-1070. Übersetzung: Nr. 20 S. 270-271. Vgl. BM² 335 S. 149; Hübner Rudolf, Gerichtsurkunden der fränkischen Zeit 1, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abtheilung 12, 1891, Anhang, 1-118, hier Nr. 134 S. 22.
[42] […] pro aliquibus rebus sitas in Andecavo villas nuncupatas Lauriaco et Catiaco […].
[43] Lauriaco: vermutlich Loiré und Catiaco vermutlich Chazé-sur-Argos, beide in Maine-et-Loire, arr. Segré, cant. Candé (Brunterc'h Jean-Pierre, Géographie historique et hagiographie: la vie de saint Mervé, in: Mélanges de l'Ecole française de Rome. Moyen Age, Temps modernes 95, 1983, 7-63, S. 42 Anm. 165; Willwersch, S. 155 Anm. 840 und 841 mit anderen Möglichkeiten). Vermutlich waren beide villae zu einer Wirtschaftseinheit verflochten (Isphording, S. 168 Anm. 12).
[44] […] a retroactis temporibus cum aliis rebus, quę propter infidelitatem aliquorum hominum parentumque suorum in fisco redactę fuerant […] = … in vergangener Zeit zusammen mit weiteren Gütern an den Fiskus zurückgefallen seien wegen Bruches des Treueides einiger Leute und seiner Eltern … (Liber aureus, S. 270). Theodelhildis hatte urkundlich die villa Chazé zusammen mit anderen Eigengütern Pippin übergeben (als Pippin noch nicht König war, da der Titel fehlt?).
[45] Dazu Isphording, S. 167-168.
[46] Verlorene Urkunde (BM² Verlorene Urkunde Nr. 432 S. 865).
[47] Durch Bischof Odilhardus von Nantes und andere Männer jenes Gebietes.
[48] Verlorene Urkunde (BM² Verl. Urk. Nr. 433 S. 865).
[49] Vgl. Niermeyer, wie Anm. 13, S. 751-752.
[50] Urkunde verloren (BM² Verl. Urk. Nr. 434 S. 865).
[51] Liber aureus 2, fol. 83a-83b S. 179-180. Druck: MrhUB, Nr. 34 S. 38-39. Übersetzung: Nr. 14 S. 265-266. Vgl. BM² 335 S. 149. Beyer setzt diese Urkunde fälschlicherweise ins Jahr 787; das 9. Herrscherjahr König Karls 787 geht aber vom 09. Oktober 776 bis zum 08. Oktober 777. Die in der Urkunde als lebend genannte Königin Hildegard ist 783 verstorben. Zum Zeitpunkt und mutmaßliche Begründung der Ausstellung der Urkunde, siehe Isphording, S. 169-170.
[52] Siehe oben Anm. 50.
[53] […] in pago Andegavo villa cuius vocabulum est Caciaco […].
[54] Graf von Anjou (Brunterc'h, wie Anm. 43, S. 44 Anm. 172).
[55] […] quia vir dei esse dinoscitur ex corde puro et sincera voluntate, quia aliud pro aliud quam vir simpliciter nobis retulit et culpabilis atque convictus apparuit […].
[56] Isphording, S. 170-171.
[57] Isphording, S. 172. Außer den hier zwei aufgeführten Schenkungen muss das Kloster Prüm noch andere Schenkungen in den Gauen von Angers, Le Mans und Rennes erhalten haben. Nichts davon taucht im Prümer Urbar von 893 auf. "Angesichts des Umfanges des Besitzes, der die enge Bindung des Eifelklosters mit dem Westen dokumentiert, sind die Erklärungen für sein vollständiges Verschwinden aus der Überlieferung vergleichsweise hilflos" (Büttner Jan Ulrich, Grundherrlicher Fernbesitz und Reichsteilungen am Beispiel des Klosters Prüm, Abschnitt III. In: Tätigkeitsfelder und Erfahrungshorizonte des ländlichen Menschen in der frühmittelalterlichen Grundherrschaft bis ca. 1000. Festschrift für Dieter Hägermann zum 65. Geburtstag, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte Nr. 184, hg. von Brigitte Kasten, Stuttgart 2006, 175-196, hier S. 187-196).
[58] Liber aureus 2, fol. 102a-103a S. 217-219. Drucke in Auswahl: MrhUB, Nr. 19 S. 23-25; Migne J.-P., Patrologiae latinae 96, 1862, Sp. 1552-1554. Übersetzung: Nr. 7 S. 259-260.
[59] Das Vorgehen, wie es geschildert ist, lässt vermuten, dass "mit Egidius ein Gegner der Karolinger der Enteignung seiner Familie durch die “freiwillige” Schenkung an das Karolingerkloster Prüm zuvorkam und seinen Söhnen auf diese Weise zumindest einen Teil des Erbes zur Nutzung rettete" (Isphording, S. 172-773 Anm. 27).
[60] […] ubi uenerabilis uir Asuerus abba et plurima turbe monachorum uidetur esse adunata, ubi ego comam capitis mei propter nomen domni deposui […].
[61] Der Maine mit Hauptstadt Le Mans entspricht ungefähr den heutigen Départements Sarthe und Mayenne.
[62] Caveniaco: Die Häufigkeit dieses Ortsnamens erlaubt keine sichere Aussage (Weidemann Margarete, Bischofsherrschaft und Königtum in Neustrien vom 7. bis zum 9. Jahrhundert am Beispiel des Bistums Le Mans, in: Beihefte der Francia 16/1. La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de 650 à 850, publié par Hartmut Atsma, 1,  1989, 161-193, hier S. 184 Anm. 81): ein Chevaigné im département Mayenne oder Sarthe (Brunterc'h, wie Anm. 43, S. 48); Chevaigné, Gemeinde  Saint-Jean-d'Assé, Sarthe, arr. Le Mans, cant. Ballon (Nègre Ernest, Toponymie générale de la France, 1, Genève 1990, S. 217 Nr. 3426).
Nova villa: wie Caveniaco, vielleicht Neuville-sur-Sarthe, Sarthe, arr. Le Mans, cant. Le Mans Nord-Campagne (Weidemann, ebd., S. 184 Anm. 81; Dictionnaire topographique du département de la Sarthe comprenant les noms de lieu anciens et modernes par Eugène Vallée, revu et publié par Robert Latouche, 1 + 2, Paris, 1950-1952, S. 679) oder Neuvillalais, Sarthe, arr. Le Mans, cant. Conlie (Willwersch, S. 87 und Anm. 810 S. 154).
[63] Karte bei Brunterc'h, wie Anm. 43, S. 43.
[64] Nuillaico: Brunterc'h, ebd., S. 48 liest Vuillaico und denkt dann an vielleicht Guillac, Ortsteil von Vieux-Vy-sur-Couesnon, Ille-et-Vilaine, arr. Rennes, cant. Saint-Aubin-d'Aubigné; Willwersch, S. 87 und Anm. 811 S. 154 schlägt ein Noyal im dépt. Ille-et-Vilaine vor.
Duciago: Ducé, Ortsteil von La Chapelle-Janson, Ille-et-Vilaine, arr. Fougères, cant. Fougères Nord (Brunterc'h Jean-Pierre, Le duché du Maine et la marche de Bretagne, in: Beihefte der Francia, 16/1. La Neustrie. Les pays au nord de la Loire de 650 à 850, publié par Hartmut Atsma, 1, 1989, 29-119, hier S. 76 Anm. 278; Ders., wie Anm. 43, S. 48 n. 206, der auch an Ducey, Montreuil-sur-Ille, Ille-et-Vilaine, arr. Rennes, cant. Saint-Aubin-d'Aubigné denkt. Laut Auskunft der Mairie von dieser Gemeinde, wofür ich mich bedanke, ist Ducey der Name eines Bachs, der durch den Ort fließt).
Flaviaco: verschiedene Vorschläge von Brunterc'h, wie Anm. 43, S. 49 und Anm. 207; Dems., Le duché, S. 76 Anm. 278; Willwersch, S. 87.
Calviniaco: Chauvigné, Ille-et-Vilaine, arr. Fougères, cant. Antrain. Iuliaco: vielleicht Juilley, dépt. Manche, arr. Avranches, cant. Ducey (Brunterc'h, wie Anm. 43, S. 49 und Anm. 209).
Caniaco: Chienné, früherer Name von Saint-Georges-de-Chesné (Ille-et-Vilaine, arr. Fougères, cant. Saint-Aubin-du-Comier).
Cubicio: nicht identifizierter Ort.
[65] Im Maine:
Comnis: Cosmes, Mayenne, arr. Château-Gontier, cant. Cossé-le-Vivien.
Viva aqua: Viève, Weiler, Quelaines-Saint-Gault, ibid. (laut Brunterc'h, wie Anm. 43, S. 44 und Anm. 169). Willwersch, S. 87 und 154 Anm. 816 schlägt Vaiges, Mayenne, arr. Laval, cant. Sainte-Suzanne vor.
Caihaco: unbestimmte Identifizierung (Brunterc'h, S. 48; Willwersch, S. 87 und 154 Anm. 817).
Fol: ibid. (Brunterc'h, S. 48; Willwersch, S. 87 und 154 Anm. 818).
Patriniaco: ein Parigné in der Mayenne oder der Sarthe, vielleicht Parigné-sur-Braye, Mayenne, arr. Mayenne, cant. Mayenne-Ouest (Brunterc'h, S. 48 und Anm. 195, 203; Willwersch, S. 87 und 154 Anm. 819).
Altiaco: Aussé, Gem. Saint-Mars-sur-la-Futaie, Mayenne, arr. Mayenne, cant. Landivy (Brunterc'h, S. 48). Willwersch, S. 87 und 154 Anm. 120 denkt an ein Assé in der Sarthe.
Im Anjou:
Calvonno: Chauvon; lag ursprünglich auf beiden Seiten der Mayenne auf dem Gebiet der heutigen Gemeinden Le Lion-d'Angers (Maine-et-Loire, arr. Segré, ch.-l. cant., mit dem lieu-dit Chauvon) und Thorigné-d'Anjou (ibid., cant. Châteauneuf-sur-Sarthe, auch mit einem Weiler namens Chauvon). Dazu Brunterc'h, S. 49 Anm. 216.
Laviniaco: Laigné, Mayenne, arr. Château-Gontier, cant. Château-Gontier Ouest..
Averiaco: ein Ort namens Aviré in Maine-et-Loire oder in der Mayenne (Brunterc'h, S. 49 Anm. 218); Avoir, Weiler der Gem. Longué-Jumelles, Maine-et-Loire, arr. Saumur, ch.-l. cant. (Willwersch, S.154 Anm. 823).
Aurudo: Willwersch, S. 87 und 154 Anm. 824 zieht Aurudière, Meierei, Gem. Trémentines (Maine-et-Loire, arr. Cholet, cant. Cholet 2e) in Betracht. Laut Auskunft der Mairie, wofür ich mich bedanke, ist auf dem Gebiet der Gemeinde nur ein Flurnamen "L'éridière" bekannt.
Serant: Serrant, Gem. Saint-Georges-sur-Loire, Maine-et-Loire, arr. Angers, chef-lieu cant.
Colrido: vielleicht Le Collier, Gem. Chacé, Maine-et-Loire, arr. Saumur, cant. Saumur Sud (Willwersch, S. 154 Anm. 826).
Bron: vielleicht Bronne, Gem. Corzé, Maine-et-Loire, arr. Angers, cant. Seiches-sur-le-Loir (ebd., Anm. 827; Les secrets des noms de communes et lieux-dits du Maine-et-Loire, Pierre-Louis Augereau, 2004, S. 247-248). In der Aufzählung der Orte folgt steht quartam partem de Serant: Es wird sich hier um ein Kopialfehler handeln (Willwersch, S. 87-88).
Duniaco: Duigné, Gem. Mazé, Maine-et-Loire, arr. Angers, cant. Beaufort-en-Vallée.
Im Rennais:
Druvio: Drouges, Ille-et-Vilaine, arr. Fougères-Vitré, cant. La-Guerche-de-Bretagne.
Patriciaco: Parcé, Ille-et-Vilaine, arr. Fougères, cant. Fougères Sud.
Queuo: vielleicht Le Quiou, Côtes-d'Armor, arr. Dinan, cant. Evran (Willwersch, S. 87).
Bursinas: vielleicht Bourseul, Côtes-d'Armor, arr. Dinan, cant. Plancoët (Willwersch, S. 87).
Piriallo: vielleicht Priel, Marzan, Morbihan, arr. Vannes, cant. Roche-Bernard (Willwersch, S. 87 und 154 Anm. 833). 
Dimisiniago: Dimaigne, Weiler der Gem. Le Ferré, Ille-et-Vilaine, arr. Fougères, cant. Louvigné-du-Désert (Brunterc'h, S. 49); Dingé, Ille-et-Vilaine, arr. Rennes, cant. Hédé (Willwersch, S. 87).
Cuptiago: vielleicht Cussé, Mühle, Weiler der Gem. Saint-Christophe-des-Bois, Ille-et-Vilaine, arr. Fougères-Vitré, cant. Vitré Ouest ( Brunterc'h, S. 49 und Anm. 214).
Balatiago: Balazé, Ille-et-Vilaine, arr. Fougères-Vitré, cant. Vitré Est.
[66] Anjou mit Hauptstadt Angers entspricht hauptsächlich dem heutigen Département Maine-et-Loire.
[67] Liber aureus 2, fol. 89a-89b S. 191-192. Druck: MrhUB, Nr. 21 S. 23-25. Übersetzung: Nr. 8 S. 260.
[68] Comnis, Uiua Aqua, Aciliaco (sicherlich verschrieben für Caihaco), Fol, Patriniaco, Alciaco
[69] Calvonno, Laviniaco, Averiaco, Aurudo, Serant, Colrido, Bron, Duniaco.
[70] Druvio, Patriciaco, Queuo, Bursinas, Piriallo, Dimisiniaco, Cuptiaco, Balaciaco.
[71] Vermutlich haben Botlinus' Brüder auch ihren Anteil erhalten.
[72] Zur Meliorationsklausel, siehe Kasten, Brigitte, Agrarische Innovation durch Prekarien? In: Tätigkeitsfelder und Erfahrungshorizonte des ländlichen Menschen in der frühmittelalterlichen Grundherrschaft (bis ca. 1000). Festschrift für Dieter Hägermann zum 65. Geburtstag (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Beihefte Nr. 184, hg. von Brigitte Kasten, Stuttgart, 2006, 139-154, hier S. 149-154).
[73] Liber aureus 2, fol. 89a-89b S. 191-192. Druck: MrhUB, Nr. 21 S. 23-25. Übersetzung: Nr. 8 S. 260.
[74] Liber aureus 2, fol. 97b-99b S. 210-212. Druck: MrhUB, Nr. 41 und 42 S. 46-49. Übersetzung: Nr. 26 S. 276-280. Siehe Willwersch zu den vier betreffenden Urkunden: zuerst die ausführliche Schenkungsurkunde, dann die kürzere Urkunde ausgestellt für die gerichtliche Übergabe, an dritter Stelle das Mandat an den in Christo fratre Aganberto zum Zweck der Eintragung in die gestis municipalibus und schließlich die Gerichtsverhandlung vor dem Rat der Stadt Angers (curia andecavis civitate).
[75] […] villa nuncupante odane in pago andecavo in condita regadoninse vicu cum apendicio suo ad illotilio leotbodo […]. Zum Gau Anjou, vgl. oben Anm. 66.
[76] Zur Lokalisierung, vgl. Isphording, S. 173 Anm. 28.
[77] Unterteilung des pagus (Brunterc'h, wie Anm. 64, S. 83-84; Niermeyer, wie Anm. 12, S. 240).
[78] in condita Regadoninse/Eregadoninse: Craon, heute Weiler, Villevêque, Maine-et-Loire, arr. Angers, cant. Angers Nord-Est (vgl. Brunterc'h, wie Anm. 64, S. 90 und 91).
[79] ad illotilio (bei jener Linde ?) leotbodo/leautbodo: vielleicht Le Bas-Theil, Weiler der Gem. Niafles, Mayenne, arr. Château-Gontier, cant. Craon (Willwersch, S. 155 Anm. 855).
[80] Die villa Seguntiato wird in der kürzeren Urkunde nicht aufgeführt. Sollte der Name verschrieben sein und Leguntiato heißen: eingegangener Ort bei Ampoigné, wie Laigné, oben Anm. 65 (Willwersch, S. 155 Anm. 857).
[81] Isphording, S. 376-377.
[82] Dépt. Moselle, chef-lieu d'arr. Deutsch: Diedenhofen. Königspfalz.
[83] Liber aureus 1, fol. 5b-6a S. 22-23. Drucke in Auswahl: MGH DD Karol. 1, Nr. 108 S. 153; MrhUB, Nr. 28 S. 33-34; Migne, wie Anm. 58, Sp. 1053-1054. Vgl. BM² 197 S. 83. Übersetzung: Nr. 12 S. 263-264.
[84] […] Similiter concessimus ad eundem sanctum locum, ut homines, qui super terram ipsius monasterii tam franci quam et eclesiastici commanere videntur, ut nullum heribannum vel bannum solvere non debeant […]..  Zu dieser Begünstigung Prüms, vgl. Isphording, S. 155-160; Magnou-Nortier Elisabeth, Etude sur les privilèges d'immunité du IVe au IXe siècle, in: Revue Mabillon 60, fasc. 297, 1984, 465-512, hier S. 507 Anm. 109. Zu heribannus und bannus, siehe Sickel Theodor, Beiträge zur Diplomatik 5, in: Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften 49, Wien, 1865, 311-410, hier S. 356-359; Koebler Gerhard, Mittellateinisches Wörterbuch, 2010ff., online unter: www.koeblergerhard.de/Mittellatein-HP/mittellatein-b.doc (oder h.doc); Niermeyer, wie Anm. 13, S. 82 und 481.
[85] Liber aureus 1, fol. 45a-45b. Drucke in Auswahl: MGH DD Karol. 1, Nr. 109 S. 154, MrhUB, Nr. 29 S. 34-35; Migne, wie Anm. 58, Sp. 1054-1055. Übersetzung: Nr. 13 S. 264-265. Vgl. BM² 198 S. 83.
[86] Leibeigene mit besonderen Rechten auf den königlichen Gütern (Niermeyer, wie Anm. 12, S. 433). Dazu Isphording, S. 161-164.
[87] Liber aureus 1, fol. 31a-32a. Drucke in Auswahl: MGH DD Karol. 1, Nr. 165 S. 222-224; MrhUB, Nr. 35 S. 39-40; Migne, wie Anm. 58, Sp. 1064-1065. Übersetzung: Nr. 19 S. 269-270. Vgl. BM² 307 S. 129. Dazu auch Hannig Jürgen, Pauperiores vassi de infra palatio? Zur Entstehung der karolingischen Königsbotenorganisation, in: Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung 91, 1983, 309-374, hier S. 335.
[88] Welcher Vorgang, der zum Einzug dieses Besitzes von Alpad geführt hat, ist nicht bekannt.
[89] […] in pago nuncupante logonahe […]: Der Lahngau umfasste das Gebiet an der mittleren und unteren Lahn (Nebenfluss des Rheins) um Amöneburg, Gieβen et Limburg (Hessen) (Niemeyer Wilhelm, Der Pagus des frühen Mittelalters in Hessen, in:  Schriften des hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 30, 1968, S. 164-169).
[90] […] in pago qui dicitur heinrichi […]: Der Einrichgau (heute Einrich) ist eine Landschaft im Nordosten des Landes Rheinland-Pfalz und lag zwischen Rhein und Wisper, Nebenfluss des Rheins (Niemeyer, ebd., S.102-105).
[91] […] in angrisgouue […]: Der Engersgau lag am Mittelrhein zwischen dem Rhein im Westen, der Lahn im Süden bis zur oberen Wied (Nebenfluss des Rheins) (Niemeyer, ebd., S. 100-101). Zu diesen drei Gauen, siehe die Karte 8a im Geschichtlichen Atlas von Hessen, "Die Gaue vor 900", einzusehen online unter http://cgi-host.uni-marburg.de/~hlgl/atlas/vb/8b.jpg.
[92] […] omnem legem et compositionem, quam prędictus Alpad pro ipsis rebus partibus nostris solvere debuit […]. Vgl. Niermeyer, wie Anm. 13, S. 602.
[93] Die genannten Güter befinden sich in folgenden Orten (vgl. auch Isphording, S. 225 Anm. 243):
[…] per loca denominata Nasongae: Neisen (Niederneisen), Gemeinde der Verbandsgemeinde Hahnstätten, Rheinland-Pfalz, Rhein-Lahn-Kreis und nicht Nassau (Staab Franz, Die Königin Fastrada, in: Das Frankfurter Konzil von 794. Kristallisationspunkt karolingischer Kultur. Akten zweier Symposien vom 23. bis 27. Februar und vom 13. bis 15. Oktober 1994 anläßlich der 1200-jahrfeier der Stadt Frankfurt am Main, hg. von Rainer Berndt 1: Politik und Kirche, Mainz, 1997, 183-217, hier S. 200 Anm. 81). In seinen Wundern des hl. Goar (c. 11) berichtet Wandalbert von Prüm im Jahre 839 davon, daß Fastradas (Frau Karls des Großen, gestorben 794) Zahnweh vom Heiligen Goar geheilt wurde, weshalb Karl der Goarszelle, welche der Abtei Prüm unterstand, die villa quae Nasonia nuncupatur schenkte (Wandalbert, Miracula s. Goaris 11 (recte 12), hg. von O. Holder-Egger, MGH SS XV 1, Hannover 1887, S. 367; vgl. Staab, ebd., S. 199-200). Staab Franz, Untersuchungen zur Gesellschaft am Mittelrhein in der Karolingerzeit, in: Geschichtliche Landeskunde 11, 1975, S. 67-68 Anm. 259 ist hier der Meinung, dass diese Übertragung sich nicht mit der von 790 deckt. Nasonia könnte dann Oberneisen (wie Niederneisen) sein.
in Squalbach: Burgschwalbach, wie Niederneisen.
et Haonstat: Hahnstätten, Verbandsgemeinde (vgl. Niederneisen). Karte online unter: http://www.vg-hahnstaetten.de/vg_hahnstaetten/Ortsgemeinden/.
in Caldenbach: Wüstung, Kaltenholzhausen (wie Niederneisen).
et in Boumhaim (? Bouinhaim): Bubenheim, untergegangenes Dorf auf dem Gebiet des heutigen Kirberg, Ortsteil der Gem. Hünfelden, Hessen, Lkr. Limburg-Weilburg.
atque in Thabernae: Dauborn, Ortsteil von Hünfelden .
nec non in Heringae: Heringen, Ortsteil von Hünfelden.
sive Aendrichę: Ennerich, Stadtteil der Stadt Runkel im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen.
et Villare: Weyer, Ortsteil der Gemeinde Villmar im Landkreis Limburg-Weilburg.
seu in Theodissa: Diez, Rheinland-Pfalz, Rhein-Lahn-Kreis, Verbandsgemeinde Diez.
vel in Abotisscheid: Hof Habenscheid, Ortsteil der Gem. Wasenbach, wie Diez.
atque in Larheim: Lohrheim, wie Niederneisen, südlich von Diez.
et supra Hrenum portionem […].
[94]Zu dieser cella, die König Karl der Große an Prüm schenkte, vgl. weiter unten.
[95] Isphording, S. 226-237 mit Literaturangaben.
[96] Isphording, S. 239-241.
[97] Stiene Heinz Erich, Wandalbert von Prüm. Vita et Miracula sancti Goaris, in: Lateinische Sprache und Literatur des Mittelalters 11, Frankfurt am Main 1981, S. 1-89; MGH SS XV/1, ed. O. Holger-Egger, S. 361-373. Deutsche Übersetzung: Wandalbert von Prüm. Vita sancti Goaris. Das Leben des hl. Goar, übersetzt und mit Anmerkungen von Nösges Nikolaus, St. Goar 1992. Nachfolgend wird nach Stiene zitiert.
[98] Wandalberts Angabe in palatio, quod Attiniacum vocatur, cum ad generalem populi conventum, erlaubt die  begründete Annahme, dass es sich um die Versammlung von 765 handelt (Stiene, ebd., S. 86-87. Vgl. BM² 100 b+c S. 51; Germania sacra, Neue Folge 14: Die Bistümer der Kirchenprovinz Trier. Das Erzbistum Trier 2. Die Stifte St. Severus in Boppard, St. Goar in St. Goar, Liebfrauen in Oberwesel, St. Martin in Oberwesel. bearb. von Ferdinand Pauly, 1980, S. 147-265, hier S. 164-165; Staab, Untersuchungen, wie Anm. 93 unter "Neisen", S. 65-66; Goerz Adam, Mittelrheinische Regesten oder Chronologische Zusammenstellung des Quellenmaterials für die Geschichte der Territorien der beiden Regierungsbezirke Koblenz und Trier … 1: 509-1152, Koblenz 1876, Neudruck Aalen, 1974, Nr. 184 S. 74).
[99] Sankt Goar, Rheinland-Pfalz, Rhein-Hunsrück-Kreis. Die Geschichte dieser Zelle nach dem Tode Goars im 6. Jahrhundert bis zu Pippins Zeit bleibt im Dunkeln (Pauly, wie Anm. 95, S. 164; Isphording, S. 182-185).
[100] Wandalbert erwähnt den Reformauftrag Pippins zweimal (Stiene, ebd., S. 87: […] sed abbati tantum est beneficii ad regendum iure commissa […] und S. 41-42. "Hierdurch wurde aber dem Kloster Prüm und seinen Mönchen die Zelle nicht übereignet, sondern dem Abt wurde nur die Leitung der Zelle übertragen" (Nösges, wie Anm. 89, S. 64; Isphording, S. 185-186).
[101] Wandalbert berichtet auch, dass König Pippin dem Abt Asuerus bevollmächtigt bei seinen Reisen auf den Königsgütern das Nötige zu nehmen: […] constitutionis ei auctoritatem dedit, ut, cum iter agens ad aliquem iuris regii locum venisset, licenter, quae itineris essent necessaria, sumeret.[…] (Stiene, ebd., S. 85-86. Vgl. Kuchenbuch, wie Vorbemerkung, S. 56; Brühl Carlrichard, Fodrum, gistum, servitium regis. Studien zu den wirtschaftlichen Grundlagen des Königtums im Frankenreich … vom 6. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts, in: Kölner historische Abhandlungen 14/1, 1968, S. 113 Anm. 455).   
[102] Zum Neubau der St. Goarer Stiftskirche und ihrer Weihe, vgl. Isphording, S. 202-216.
[103] Stiene, ebd., S. 43. Wandalbert nennt keine Daten. Eine Grobdatierung ist durch die Pontifikate der weihenden Bischöfe ermöglicht; von einem Zeitfenster von 772 bis 782 kann man ausgehen (Dezember 771: Tod Karlmanns, zu dessen Teilreich St. Goar mit hoher Wahrscheinlichkeit gehörte; 25. Juli 782, Ersterwähnung Basinus' Nachfolger Fraido als Bischof von Speyer. Siehe Isphording, S. 211-212; Duchesne L., Fastes épiscopaux de l'ancienne Gaule, III: Les provinces du Nord et de l'Est, Paris, 1915, S. 165). Laut Isphordings Überlegungen (S. 213-216) könnten die St. Goarer Ereignisse auf den 2.-6. Juli 780 datiert werden und nicht an einem 25. Oktober (mögliche Jahre 772 oder 778), wie andererseits vorgeschlagen,  stattgefunden haben (Pauly, wie Anm. 95, S. 167, 222 § d).
[104] [...] regnante uero post patris obitum Magno Carolo [...]: Diese Formulierung weist den Ausbruch des Streites in die frühen Herrschaftsjahre Karls des Großen, wohl nach dem 04. Dezember 771 (vgl. Isphording, S. 217-218 und Anm. 213).
[105] Siehe Artikel "Weomadus". Die Zelle lag in seinem Bistumssprengel (Stiene, S. 87, auch S. XXXVII).
[106] Der Streit ist durch Wandalberts Commemoratio quemadmodum et a quo cella sancti Goaris fuerit monasterio Prumiae sociata  überliefert. Grundlage seiner Darstellung war die Gerichtsurkunde Karls des Großen, die in Lippsringe zugunsten Abt Asuerus ausgestellt wurde, die aber dann verloren ging (s. weiter unten; vgl. Isphording, ebd., S. 216-217 und Anm. 209). Diese Commemoratio bildet den letzten Teil der Vita et Miracula sancti Goaris (Stiene, ebd., S. 85-89; Nösges, wie Anm. 89, S. 62-65). Original verloren. Überlieferung: mehrere Handschriften, deren älteste, die vermutlich auf den Archetyp zurückgeht, Ende des 9. Jahrhunderts zu datieren ist (vgl. Stiene, ebd., S. XLI).
[107] S. 87: [...] diu multumque [...].
[108] S. 87-88: [...] in Saxonia super fontem, qui Lippia dicitur, generali conventu […]. Es wird sich um die fränkische Reichsversammlung von 782 (BM² 251b S. 103), die bei den Lippequellen stattfand, handeln. Als genauer Ort kommt Bad Lippspringe (Nordrhein-Westfalen, Kreis Paderborn) oder das nicht weit entfernte Paderborn mit seiner Pfalz in Frage (Wikipedia).
[109] Isphording möchte Karls Aufenthlat an den Lippequellen im Jahr 780 nicht ausschließen (S. 219-220).
[110] Wandalbert erklärt, dass auf dieser Versammlung der Prümer causidicus (Propst) Ratbertus mit zwölf Männern unter Eid die Besitzverhältnisse bestätigten (Stiene, ebd., S. 87-89). Zu diesem Streit, siehe Pauly, wie Anm. 98, S. 165-166.
[111] Verlorene Urkunde: BM² 253 S. 104.
[112] Stiene, ebd., S. 85. Zu dieser Amtsdauer, siehe unten Anm. 143.
[113] Liber aureus 2, fol. 86a S. 185. Druck: MrhUB Nr. 23 S. 27-28. Übersetzung: Nr. 11 S. 263. Dazu Abel Sigurd, Jahrbücher des Fränkischen Reiches unter Karl dem Großen, I/2. Auflage bearb. von Bernhard Simson, Leipzig, 1888, S. 424 Anm. 3, der die von Beyer angegebene Datierung verbessert.
[114] in Erlino curte: Hersdorf, Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm (vgl. Willwersch, S. 125 Anm. 65).
[115] in Osa: Oos, Stadtteil von Gerolstein, Rheinland-Pfalz, Lkr. Vulkaneifel (vgl. Willwersch, S. 33-34 und 127 Anm. 90).
[116] Liber aureus 2, fol. 88a-88b S. 189-190. Druck: MrhUB Nr. 30 S. 35-36. Übersetzung: Nr. 16 S. 267). Zu dieser Urkunde, vgl. Willwersch, S. 43-44. Das 9. Herrschaftsjahr entspricht dem Abschnitt 776/777.
[117] […] in pago Mosalinse super fluvio Salmonna in villa qui dicitur Superiore […]: ? Salmrohr, Ortsteil von Salmtal, Rheinland-Pfalz, Lkr. Bernkastel-Wittlich (Willwersch, S. 43-44 und Anm. 180 S. 132); ? Überscheid, heute Ortsteil von Eisenschmitt, Lkr. ebd. (Übersetzung: S. 267).
[118] Zum Moselgau, vgl. oben Anm. 16.
[119] Salm, fließt in die Mosel bei Klüsserath.
[120] Piesport, wie Salmtal.
[121] Liber aureus 2, fol. 97a S. 207. Druck: MrhUB Nr. 31 S. 36. Übersetzung: Nr. 15 S. 266-267.
[122] Zu Gislebertus, vgl. Schewe, wie Anm. 38, S. 100,-101; Alter, wie Anm. 38, S. 30).
[123] Wicus: Sefferweich, Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm (Willwersch, S. 34-35).
[124] Walamarvilla: Wallersheim, Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm (Willwersch, S. 32).
[125] Zu Helmoinus, vgl. Schewe, wie Anm. 38, S. 101.
[126] Bidonisuaim: Büdesheim, Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm (Willwersch, S. 32-33).
[127] Liber aureus 2, fol. 100b-101a S. 214-215. Druck: MrhUB Nr. 32 S. 37. Übersetzung: Nr. 17 S. 268. Vgl. Willwersch, S. 47-48.
[128] Liber aureus 2, fol. 88b-89a S. 190-191. Drucke in Auswahl: Wampach, wie Anm. 2, Nr. 49 S. 47-49; MrhUB Nr. 33 S. 37-38. Übersetzung: Nr. 18 S. 268-269.
[129] Lullingas: Leudelange/Leideléng/Leudelingen, Luxemburg, Kanton Esch-sur-Alzette.
[130] Addeobace = sicherlich ad Deobace: vermutlich Dippach/Dippech, Luxemburg, Kant. Capellen/Kapellen (Wampach, ebd., S. 47 Anm. 49/2).
[131] Acaliaimo = vermutlich ad Daliaimo: Dahlem/Duelem, Ortsschaft der Gemeinde Garnich, Kant. Capellen (Wampach, ebd., S. 47 Anm. 49/3; Willwersch, S. 134 Anm. 228).
[132] in pago Wabrinse: französisch: Woëvre, französische Landschaft in Lothringen zwischen Maas und Mosel.
[133] Liber aureus 2, fol. 85b-86a. Druck: MrhUB Nr. 13 S. 16-17. Übersetzung: Nr. 21 S. 271-272. Die Urkunde ist datiert nach den Herrscherjahren Karls als König, was scheinbar Beyer irritiert hat. Vgl. Willwersch, S. 124 Anm. 37.    
[134] ad prope Kilibergo: bei Kyllburg, Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm (Willwersch, S. 36-37 und Anm. 119 S. 128).
[135] Nicht identifiziert (vgl. Heyen Franz-Josef, Das St.-Marien-Stift in Kyllburg, in: Germania sacra. NF 48: Das Erzbistum Trier 11, 2007, S. 118).
[136] Liber aureus 2, fol. 86a-87a S. 185-187. Druck: MrhUB Nr. 14 S. 17-18. Übersetzung: Nr. 25 S. 275-276. Diese Urkunde, deren Datierung fehlt, wird vor dem 12. April 801 ausgestellt worden sein (vgl. Isphording, S. 56 Anm. 135; Willwersch, ebd., S. 29-30 und Anm. 56 S. 125), vielleicht frühestens zwischen 778 und 786. Denn in den Privaturkunden wird der Name des Abtes erst ab der Urkunde von 786 Asuarius geschrieben, vorher immer Asuerus.
[137] […] tu Uueta in Christo filia una cum consensu iugali tuo Autcario […]: Die Adressaten der Urkunde sind: […] Asuarius … filio aut cario (zu verbessern in Autcario) sive filia in Christo Wetane […]. "Die Ausdrucksweise von Asuarius ist im Hinblick auf seinen Stand auch keinesfalls beweisend für leibliche Verwandtschaft" (Zöllner Erich, Zur Bedeutung der älteren Otakare für Salzburg, St. Pölten und Wien, in: Neues Jahrbuch der heraldisch-genealogischen Gesellschaft "Adler", 1945/46, Wien 1947, 3/1, 7-32, hier S. 17). Ausschließen sollte man sie aber nicht (Dequin Horst F. E., Otakar, Gegenspieler und Getreuer Karls des Großen. Personengeschichtliche und genealogische Beiträge zur Reichsgeschichte von den Merowingern bis zu  den Ottonen, Westerhorn in Holstein 1996, S. 34). Über diesen Autcarius ist schon viel gerätselt worden. Die Frage, ob Wettas Ehemann der dux Autcar gewesen ist, der für seine italienischen Legationen unter König Pippin bekannt ist, muss unbeantwortet bleiben: Es kann weder die Identität noch die Nicht-Identität bewiesen werden (Isphording, S. 56;  Hlawitschka Eduard, Die Vorfahren Karls des Großen, in: Karl der Grosse. Lebenswerk und Nachleben. I: Persönlichkeit und Geschichte, hg. von Helmut Beumann, Düsseldorf 1965, 51-82, hier S. 79-80 Nr. 34; Willwersch, S. 125 Anm. 56; Bornheim gen. Schilling Werner, Charibert von Laon und die Prümer Stifterfamilie, in: Trierer Zeitschrift 38, 1975, 113-134, hier S. 126-127; Schewe, wie Anm. 38, S. 102).
[138] Ein Zusammenhang mit Pippins gleichnamigen Frau anzunehmen, wär reine Spekulation.
[139] Dyduno villa oder Didunthorpf:  Dingdorf, Rheinland-Pfalz, Lkr. Bitburg-Prüm.
[140] […] in loco nuncupante Dyduno villa in pago Carouuasco … de parte genetricis tuę Bertradane […] .
[141] Liber aureus 2, fol. 87b-88a S. 188-189. Druck: Lamprecht Karl, Ungedruckte Stücke des Liber aureus der Abtei Prüm a. d. J. 801, in: Korrespondenzblatt der Westdeutschen Zeitschrift für Geschichte und Kunst, Jahrgang II, 9, Trier 1883, Nr. 173 S.64. Übersetzung: Nr. 23 S. 273-274. Dazu Willwersch, S. 30 und Anm. 56 S. 125; Goerz, wie Anm. 98, Nr. 2280 S. 701.
[142] Es wird sich wohl um den schon in der Prekarie genannten Besitz handeln. Wettas Mann wird verstorben sein und Wetta, vielleicht als Altersgründen, verzichtet hiermit auf die Prekarie.
[143] Nebenfluss der Prüm.
[144] Liber aureus 2 fol. 87a-87b. Druck: MrhUB Nr. 39 S. 44. Übersetzung: Nr. 24 S. 274-275. Vgl. Willwersch, S. 30.
[145] Isphording, S. 362.
[146] Codex Diplomaticus Fuldensis, ed. Dronke Ernst Friedrich Johann, Kassel 1850, Neudruck Aalen 1962, Nr. 216 S. 114; vgl. Isphording, S. 174.
[147] […] in Teinenheimo marcu […]: Dienheim, Rheinland-Pfalz, Lkr. Mainz-Bingen.
[148] […] vineam unam iuxta quam habet Rihboto episcopus et in alia parte habet Ansuer abbas […] (Rihboto, Bischof  von Trier).
[149] Liber aureus 2,  fol. 108b S. 230. Druck: MGH Scriptorum 13, Hannover 1881, Nachdruck 1963, ed. O. Holder-Egger, S. 302-303. Vgl. Forst Hermann, Das Fürstentum Prüm, in: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz 4, in: Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde 12, Bonn 1903, S. 65 ff.; Willwersch, S. 5-6.
[150] Von einer Hand, die zuletzt Abt Gerardus (gest. 1212) eingetragen hat (vgl. Vorbemerkung von Holder-Egger, ebd., S. 302).
[151] Der in der Stiftungsurkunde von 721 (siehe oben Anm. 10) genannte Abt von Prüm, Angloaldus, wurde wissentlich oder unwissentlich unterschlagen.
[152] Diese Zeitangabe geht offenbar auf Wandalbert zurück (vgl. oben Anm. 112).
[153] Zu diesem Abt, siehe Isphording, S. 243-256.
[154] Liber aureus 2,  fol. 95b. Druck: MrhUB Nr. 43 S. 49-50. Übersetzung: Nr. 27 S. 280.
[155] Stiene, wie Anm. 97, c. 14 S. 61.

13.05.2015